Just Mayo

Hampton Creek ist ein Start-up, das eine Nische für sich entdeckt hat: vegane Lebensmittel. Es fand namhafte Investoren wie Bill Gates und Yahoo-Mitgründer Jerry Yang, sammelte 30 Millionen US-Dollar ein und wuchs schnell. Die Probleme begannen, als das US-Unternehmen eine Mayonnaise namens „Just Mayo“ herausbrachte – nur eben ohne Ei.

Doch mit seinem Produkt stieß Hampton Creek bei großen Lebensmittelkonzernen auf Ablehnung. „Just Mayo“ nehme der Unilever-Mayonnaise Marktanteile ab, hieß es in der Klage von November 2014, die der Lebensmittelkonzern, der in Deutschland für Marken wie Knorr oder Langnese bekannt ist, gegen das Start-up vorbereitete. Das Unternehmen sprach sogar von „ernsthaften, irreparablen Schäden für Uniliever“. „Just Mayo“ sollte deshalb unter anderem Anzeigen zurückziehen und aufhören, sein Produkt Mayonnaise zu nennen – schließlich sei diese nach Definition der Lebensmittelbehörde FDA nur mit Eigelb wirklich Mayonnaise.

Im Dezember dann machte Unilever eine Kehrtwende und ließ die Klage fallen. Man begrüße die Innovationen des Unternehmens, hieß es darin. Ein Grund für den plötzlichen Sinneswandel könnte gewesen sein, dass in einigen Mayonnaise-Sorten von Unilever auch nicht die Inhaltsstoffe waren, die der Konzern von „Just Mayo“ verlangte.