Hendrik Braun, 30: „Der Verkauf war immer im Hinterkopf“

„Unser Start-ups eines Tages zu verkaufen war für uns von Anfang an eine Option. Gerade im Bereich der digitalen Geschäftsmodelle ist dieser Weg für viele Gründer das Ziel, denn in dieser schnelllebigen Branche ist es selten, dass man ein Unternehmen über mehrere Jahre führt. Dass allerdings bereits nach zweieinhalb Jahren ein Übernahmeangebot bei uns eingehen würde, hatten wir nicht gedacht

2012 gründeten meine Partner Timo Trumpp, Maximilian Beller und ich das Start-up “Shoplove”, ein Werbenetzwerk für Produktempfehlungen aus dem Mode- und Lifestyle-Bereich. Das Konzept kam gut an, nur drei Monate später investierten 15 Business-Angel in unsere Idee. Mit diesem Geld launchten wir Ende 2012 unsere App für Endkunden (B2C). Ende 2013 begannen wir uns verstärkt auf Lösungen für Verlage zu konzentrieren und Lifestyle-Produkte in reichweiten-starke Webportale zu integrieren. Wenige Monate nach dem Strategiewechsel überzeugten wir die ersten großen Verlagskunden, darunter Bauer, Springer und Gruner und Jahr, unser System zu nutzen. Mitte 2014 kam der Burda-Verlag hinzu, der selbst bereits ein ähnliches Projekt am Start hatte. Zwei starke Wettbewerber auf dem relativ engen deutschen Markt? Burda beschloss, dass man uns gerne übernehmen würde.