Seit Jahren wird beispielsweise über die Chancen des autonomen Fahrens diskutiert. Sicher, die Automobilkonzerne lassen schon seit einiger Zeit ihre klügsten Köpfe an dem Thema tüfteln und haben viele Innovationen entwickelt und Patente zugesprochen bekommen. Aber wer hat dem Thema zum Durchbruch verholfen? Ein Start-up.

Tesla kündigte einfach an, die notwendige Software per Update auf ihre bereits verkauften Fahrzeuge aufzuspielen – etwas, was für traditionelle Unternehmen weder aus technischer Sicht (ohne Rückruf in die Werkstatt geht da gar nichts) noch unter Marketinggesichtspunkten (neue Features kommen in die neue Modellgeneration und kosten Geld) vorstellbar gewesen wäre.

Eine neue Richtung einschlagen

Seitdem kann jeder Tesla-Fahrer das Feature eines Fahrassistenten nutzen. Verbunden mit dem Hinweis, dass es sich um eine Beta-Software handelt, er selbst weiterhin voll verantwortlich für sein Handeln sei und die Kontrolle über sein Fahrzeug jederzeit selbst ausüben müsse.

Plötzlich verstehen wir, was autonomes Fahren bedeuten kann. Daran ändern auch einzelne tragische Unfälle nicht, die vor allem hierzulande gerne als grundsätzlicher Beleg für das Versagen einer neuen Technologie gesehen werden.

Vielleicht sollten manche Gründer und CEOs von etablierten Unternehmen bei dem schönen Sommerwetter eine Runde Pokémon Go spielen und danach im Büro eine neue Richtung vorgeben. Zum Beispiel mit diesen drei Tipps:

  1. Lieber klein anfangen – dafür aber schnell starten.
  2. Nicht warten, bis alles perfekt funktioniert, sondern im laufenden Betrieb nachbessern
  3. Experten auch mal ignorieren: Wenn eine Idee einen Nerv trifft, dann setzt sie sich durch – auch wenn niemand damit gerechnet hat – oder gerade deswegen.