Unfall- und Berufsunfähigkeitsversicherung

Was aber, wenn man nicht nur kurzzeitig krank ist, sondern langfristig arbeitsunfähig? Eine Möglichkeit ist die Unfallversicherung. Sie leistet bei andauernder oder vorübergehender Invalidität durch Unfälle. Für manche Berufsgruppen – vor allem aus der Gesundheitsbranche – ist sie Pflicht. Aber auch andere Selbstständige, ebenso wie Privatpersonen, sollten eine Unfallversicherung abschließen. „Unfallversicherungen bieten viel und kosten wenig“, meint GDV-Sprecher Suliak.

Andere Experten erachten eine Unfallversicherung ebenfalls als nützlich, raten aber an erster Stelle zur Berufsunfähigkeitsversicherung. Sie ist teurer, greift jedoch nicht nur bei einem Unfall, sondern auch bei Krankheiten. Und die meisten Arbeitsausfälle in Deutschland werden nicht durch Auto-, Skiunfälle und ähnliches verursacht, sondern durch Depressionen, Bandscheibenvorfälle und Co.

Wichtig zu wissen: Auch wenn es ähnlich klingt, eine Erwerbsunfähigkeitsversicherung ist nicht das Gleiche wie eine Berufsunfähigkeitsversicherung. Sie ist günstiger, gilt aber auch nur, wenn man überhaupt nicht mehr arbeiten kann – egal in welchem Beruf.

Extrem wichtig ist selbstverständlich die Altersvorsorge. Ähnlich wie bei der Unfallversicherung müssen einige Berufsgruppen in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen, vor allem Hochschuldozenten, Handwerksmeister, Hebammen und Publizisten oder Künstler. Alle anderen sollten sich in jedem Fall um eine ausreichende private Rentenvorsorge kümmern. Durch die Rürup-Rente gibt es dabei auch für Selbstständige eine Förderung vom Staat. Wer einen „riesternden“ Ehepartner hat, ist auch Riesterrente berechtigt.