Kranken- und Pflegeversicherung

Zu den Muss-Versicherungen im Personenbereich zählt die Kranken- und Pflegeversicherung. Sie ist sogar Pflicht. Selbstständigen stehen dabei sowohl die privaten als auch die gesetzlichen Krankenkassen offen, letztere zumindest wenn man bisher gesetzlich versichert war. Ein Wechsel von der GKV in die PKV ist immer möglich. Von der PKV zurück in die GKV kommt man nur, wenn man wieder Angestellter wird und nicht älter als 55 Jahre ist.

Für Selbstständige bedeutet Krankheit aber nicht nur Kosten für die Gesundung, sondern auch Verdienstausfall. Daher werden von unabhängigen Versicherungsberatern Krankentagegeldversicherungen empfohlen. „Das Tagegeld sollte mit einer gewissen Karenzzeit abgeschlossen werden“, erläutert Karin Jans, Beraterin beim Bund versicherter Unternehmer (BvU), einer Beratungsorganisation für Selbstständige und mittelständische Unternehmen. Karenzzeit heißt, dass erst nach zwei oder drei Wochen Krankheit gezahlt wird. Das sei wesentlich günstiger, so Jans. Eine zusätzliche Krankenhaustagegeldversicherung hält sie für nicht nötig.

Ergänzend zum Krankentagegeld bieten viele Versicherer eine Betriebskostenversicherung (auch Praxisausfallversicherung genannt) an. Sie kommt bei Arbeitsausfall für Mieten, Löhne und ähnliches auf. Wenn bei eigener Krankheit der Betrieb komplett stillliegt, Angestellte oder teure Räumlichkeiten jedoch weiter bezahlt werden müssen, kann diese Versicherung sinnvoll sein. Gerade wenn das Krankentagegeld gering ist.