Von der Wahl der Rechtsform hängt viel für ein Start-up ab. Wer trifft die Entscheidungen, wer haftet und – ganz banal – wie firmiert das junge Unternehmen?

OHG, KG oder GmbH – von diesen paar Buchstaben hängt mehr ab, als viele junge Gründer wissen. Mit der Rechtsform entscheidet sich, wie viel Kapital für eine Gründung nötig ist, wer Entscheidungen trifft und wer bei Fehlentscheidungen haftet.

Das große Problem vorweg genommen: Einen Königsweg gibt es nicht. Jedes Start-up muss die für sich selbst passende Rechtsform finden – und das schon vor der Gründung. Denn für welche Rechtsform sich ein Gründer entscheidet, hat Auswirkungen von der Buchhaltung bis hin zur Haftung. Nur gut, dass die Rechtsform nicht ewig halten muss.

Grundsätzlich unterscheidet das Gesetz zwischen sechs Rechtsformen für Personen- und drei für Kapitalgesellschaften. WirtschaftsWoche Gründer stellt auf den nächsten Seiten die jeweiligen Bezeichnungen, die bei einer Gründung von mehreren Gesellschaftern in Frage kommen, vor – und gibt einen Überblick darüber, welche Vorteile die Formen bieten und auf welche Punkte Gründer achten müssen.

Personengesellschaften

Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR)

Die Gesellschaft bürgerlichen Rechts ist für mindestens zwei Gründer geeignet, die gemeinsam ein Unternehmen führen wollen. „Eine GbR wird häufig im freiberuflichen Umfeld genutzt“, sagt Alexander Hemmelrath, Partner der globalen Wirtschaftskanzlei Norton Rose Fulbright. Beispiele dafür wären Ärzte, die eine Gemeinschaftspraxis eröffnen wollen, Rechtsanwälte, die eine Kanzlei aufbauen, oder Reporter, die ein Journalistenbüro gründen. Auch für ein Kleingewerbe wäre diese Gesellschaft denkbar. Alle Gesellschafter sind dann gleichberechtigt.

Für die Gründung ist schon eine mündliche Vereinbarung ausreichend, allerdings empfiehlt das Bundeswirtschaftsministerium einen Gesellschaftervertrag. Vorlagen dafür gibt es bei den Industrie- und Handelskammern. Ein Handelsregistereintrag ist nicht notwendig.

Die Bezeichnung der GbR muss immer die Namen der Gesellschafter enthalten. Wer noch einen Firmennamen hinzufügen will, kann dies im Anschluss an die Namen machen. Ein Beispiel wäre: Heinz Hinz und Maria Müller, Sonnenschein, GbR.

Die Gesellschafter brauchen für die Gründung kein Mindestkapital. Allerdings haften die Gründer einer GbR nicht nur mit dem dort kumulierten Vermögen, sondern auch mit ihrem Privatvermögen zu gleichen Teilen. Das kann selbst dann gelten, wenn nur ein Gesellschafter haften müsste: Er kann dann einen anteiligen Ausgleich durch die anderen Gesellschafter verlangen.

Experte Hemmelrath hält die GbR deshalb für problematisch, wenn es um größere Unternehmen geht, „da man sich als Unternehmer die persönliche Haftung auf die Schultern lädt“, so der Anwalt.

Wenn es um Steuern geht, hat die GbR allerdings Vorteile. Das Bundeswirtschaftsministerium bezeichnet sie als „die steuergünstigere Variante“ in den ersten Jahren nach der Gründung. Das liegt daran, dass die Gesellschafter Verluste aus der Anfangsphase mit den Einkünften des Vorjahres verrechnen können – selbst dann, wenn sie im Vorjahr noch angestellt waren. Wer im Vorjahr also Einkommenssteuer gezahlt hat, kann die Verluste auf das Vorjahr zurück übertragen und kann so Steuern vom Finanzamt zurückerhalten. Das nennt sich Verlustrückbetrag. Seit 2002 ist er auf 511.500 Euro beschränkt.

Allgemein muss eine GbR Gewerbesteuer entrichten, nur bei einer Freiberufler-GbR entfällt die Zahlung. Die Gesellschafter müssen aber Einkommenssteuer zahlen. Wenn die GbR Waren ausliefert oder Leistungen anbietet, muss sie – je nach Produkt – 19 Prozent Umsatzsteuer oder den ermäßigten Satz von sieben Prozent abführen.

Kommanditgesellschaft (KG)

Die Kommanditgesellschaft ist sinnvoll für Gründer, die alleine über ihr Unternehmen bestimmen, aber Partner mit Kapital – also beispielsweise Investoren – beteiligen wollen. In der Fachsprache wäre der Unternehmer dann der Komplementär, die weiteren Gesellschafter die Kommanditisten.

Der Gründer könnte dann alleine entscheiden. Wenn es mehrere Komplementäre gibt, können sie jeweils alleine die KG vertreten. Die Kommanditisten sind lediglich finanziell beteiligt. Für die Gründung ist ein formfreier Gesellschaftsvertrag notwendig. Die Kommanditgesellschaft muss zwingend ins Handelsregister eingetragen werden.

Die Bezeichnung der Gesellschaft muss auf KG enden, ist aber sonst frei zu benennen. Sie kann also entweder den Unternehmensnamen oder auch den Namen der Komplementäre oder Kommanditisten erhalten. Das war früher anders, da war ein Name zwingend.

Für die Gründung braucht es, wie auch bei der GbR, kein Mindestkapital. Allerdings unterscheidet sich die Haftung. Geht es mit dem Unternehmen den Bach runter, haften die Kommanditisten in Höhe ihrer Geschäftseinlagen, während der Komplementär sein gesamtes Privatvermögen opfern muss. Das gilt auch für Schulden wie etwa Steuerschulden. Bis zu fünf Jahre nach seinem Ausscheiden kann ein Gesellschafter noch für die Verbindlichkeiten der KG haften.

Genau wie die GbR muss auch die KG Umsatz- und Gewerbesteuer zahlen. Nur bis zu einem Freibetrag von 24.500 Euro wird dieser nicht fällig. Auf die Gewinne muss sowohl der Komplementär als auch der Kommanditist Einkommenssteuer zahlen. Zudem verlangt der Fiskus von einer KG eine doppelte Buchführung inklusive Jahresabschluss und Gewinn- und Verlustrechnung.

GmbH & Co. KG

Eine besondere Form der Kommanditgesellschaft stellt die GmbH & Ko. KG dar. Die Rolle des Komplementärs übernimmt hier die Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH). Dadurch muss der Unternehmer nicht mit seinem Privatvermögen für mögliche Schulden haften. Der Vorteil liegt auf der Hand: Sollte es zu einer Haftung kommen, bürgt nur die GmbH in Höhe ihrer Stammeinlage. Und: „Die GmbH & Co. KG wird von Gründern häufig verwendet, weil eventuelle Verluste mit den persönlichen Einkünften des Gesellschafters verrechnet werden können, der Gesellschafter kann seine Verluste also von der Steuer absetzen“, sagt Experte Hemmelrath.

Die Gründung richtet sich nach den Vorgaben einer GmbH (näheres dazu auf Seite 8). Dazu zählt unter anderem ein Mindestkapital von 25.000 Euro. Die GmbH muss also mindestens in dieser Höhe haften.

Ein Nachteil: Falls die Gründer, die hinter der GmbH stehen, einen Kredit im Namen ihrer Gesellschaft beantragen, kann es sein, dass eine Bank private Sicherheiten verlangt. Manchmal müssen sich die Gründer auch mit ihrem kompletten Privatvermögen verbürgen und haften dann doch wieder uneingeschränkt für ihr Unternehmen. Der Grund: Das Firmenkapital könnte sich ja schließlich jederzeit in Luft auflösen, wenn beispielsweise Gläubiger bedient werden müssen.

Die Gesellschafter müssen für eine GmbH & Co. KG Gewerbe- und Einkommenssteuer zahlen. Für die Komplementär-GmbH müssen sie zwar Körperschaftssteuer zahlen, allerdings nicht für die KG, in der durch die Unternehmensform der eigentliche Gewinn entsteht.

Offene Handelsgesellschaft (OHG)

Anders als bei der GbR ist die Offene Handelsgesellschaft für Kaufleute geeignet und nicht für Freiberufler oder Gründer eines Kleingewerbes. Alle Gesellschafter können die Geschäfte führen.

Für die Gründung ist nur ein formfreier Gesellschaftsvertrag, er muss also kaum offizielle Anforderungen erfüllen. Die Gesellschafter können sich darauf einigen, einen Gesellschafter zum Geschäftsführer zu ernennen, der dann alleiniger Chef wäre. Das Bundeswirtschaftsministerium empfiehlt bei der OHG, in jedem Fall einen schriftlichen Vertrag anzufertigen. Die Gesellschaft muss ins Handelsregister eingetragen werden.

Die Abkürzung OHG muss im Unternehmensnamen vorkommen. Abgesehen davon können die Gesellschafter aber frei entscheiden, ob sie die Firma nach sich selbst benennen oder einen neuen Namen für ihr Geschäft erfinden.

Für die Gründung ist wie auch bei der GbR und der KG kein Mindestkapital notwendig. Wenn irgendetwas schief läuft mit ihrem Unternehmen und sich etwa Schulden ansammeln, haften alle Gesellschafter mit ihrem privaten Vermögen. Wegen des Eintrags in das Handelsregister müssen die Gründer am Ende des Geschäftsjahres eine doppelte Buchführung mit Gewinn- und Verlustrechnung vorlegen.

Eine OHG muss Umsatz- und Gewerbesteuer, aber keine Einkommenssteuer zahlen. Das müssen lediglich die Gesellschafter. Wer sich dazu entscheidet, gemeinsam mit einem Partner eine OHG zu gründen, darf keine Geschäfte im selben Segment wie die OHG für eine andere Firma betreiben. Er darf auch nicht in einer anderen Handelsgesellschaft als persönlich haftender Gesellschafter auftreten. Dieses Wettbewerbsverbot ist gesetzlich geregelt.

Partnergesellschaft (PartG)

Die Partnergesellschaft ist eine Alternative zur GbR. Die PartG eignet sich für Freiberufler, sofern dies das Berufsrecht zulässt. Anwälte dürfen sich beispielsweise nur mit Kollegen zusammentun, die ebenfalls in der Bundesrechtsanwaltsordnung aufgeführt sind. Für andere Selbstständige ist ein Zusammenschluss wegen des Berufsrechts hingegen nicht möglich, beispielsweise bei Notaren oder Apothekern.

Die Gründung müssen die Freiberufler schriftlich in einem Partnerschaftsvertrag festhalten. Zu den Kernelementen des Vertrages gehören dabei der Name und Sitz der PartG, die Namen der Gesellschafter sowie ihr ausgeübter Beruf, der Wohnort der Partner und der Gegenstand der PartG. Die Gründer müssen ihre Gesellschaft über einen Notar beim elektronischen Partnerschaftsregister anmelden. Der Notar muss die Unterschriften aller Partner beglaubigen. Das ist auch ein Nachteil der PartG: Sie ist deutlich aufwändiger zu gründen als eine GbR.

Die Bezeichnung des Unternehmens besteht aus drei Pflichtelementen. Der Nachname mindestens eines Partners muss im Firmennamen vorkommen. Hinzu kommen der Begriff Partnerschaft, alternativ ginge auch „und Partner“. Zudem müssen alle in der Partnerschaft vorkommenden Berufe genannt werden. Ein Beispielname wäre: Müller und Partner, Steuerberater. Wenn die Gründer wollen, können sie noch einen Fantasienamen hinzufügen.

Ein Mindestkapital müssen die Gründer nicht festlegen, allerdings müssen sie Gebühren für den Eintrag im Partnerschaftsregister zahlen. Der entscheidende Unterschied zur GbR besteht bei der PartG in der Haftung. Bei beruflichen Fehlern müssen nicht alle Gesellschafter haften, sondern nur derjenige oder diejenigen, die tatsächlich mit dem Auftrag zu tun hatten. Zwar haftet die PartG selbst, aber die anderen Partner müssen zumindest nicht um ihr Privatvermögen fürchten.

Die PartG muss keine Gewerbe- oder Körperschaftssteuer zahlen. Die Freiberufler sind allerdings verpflichtet, jeweils die Einkommenssteuer abzuführen. Je nach Beruf können sie auch umsatzsteuerpflichtig sein. Wer zudem Mitarbeiter beschäftigt, muss auch Lohnsteuer abführen.

Partnergesellschaft mit beschränkter Berufshaftung (PartG mbH)

Eine weitere Rechtsform, die Freiberufler wählen können, ist die Partnergesellschaft mit beschränkter Haftung. Der Unterschied zur gewöhnlichen PartG liegt, wie der Name schon vermuten lässt, in der Haftung.

Während ein Gründer in einer Partnergesellschaft ohne Zusatz für einen Fehler persönlich haften muss, gibt es bei der PartG mbh keine persönliche Haftung. Der Vorteil: Auch, wenn ein Gesellschafter einen Fehler macht, muss er dafür nicht mit seinem Privatvermögen einstehen. Dafür müssen die Gesellschafter eine Berufshaftpflichtversicherung für ihre PartG mbH vorlegen. Die Mindestversicherungssumme richtet sich nach den Angaben im Berufsrecht. Eine Haftung kann nur in Höhe der Versicherungssumme entstehen.

Ansonsten gelten für die PartG mbH alle Regeln, die auch für die gewöhnliche Partnergesellschaft gelten – mit der Ausnahme, dass der Unternehmensname natürlich auf PartG mbH statt auf PartG enden muss.

Kapitalgesellschaften

Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH)

Für die Gründung einer GmbH reicht schon eine Person aus. Die Entstehung muss vertraglich festgehalten und von einem Notar beglaubigt werden. Das GmbH-Gesetz hilft Gründern dabei mit Musterprotokollen, die aus Gesellschaftsvertrag, Geschäftsführerbestellung und Gesellschafterliste bestehen.

Der Notar gibt das Schreiben dann an das Handelsregister weiter, in das eine GmbH zwingend eingetragen sein muss. Zur Anmeldung gehört neben dem Gesellschaftsvertrag beziehungsweise den Musterprotokollen eine unterschriebene Liste der Gesellschafter, auf der sie ihren Namen, Geburtsdatum, Wohnort und die jeweiligen Betrag ihrer Einlage verzeichnen. Die Gründer müssen auch bestätigen, dass keine strafrechtlichen Gründe gegen den Geschäftsführer vorliegen.

Weil die GmbH als „juristische Person“ gilt, tritt sie – anders als bei Personengesellschaften – gewissermaßen anstelle der Gründer auf. Die GmbH kann also beispielsweise Verträge schließen. Die Gründer können selbst als Geschäftsführer agieren, sie können aber auch einen externen Chef ernennen. Damit ganz klar geregelt ist, was der Geschäftsführer darf und was nicht, empfiehlt sich eine Regelung im Gesellschaftsvertrag.

Die Bezeichnung der GmbH ist der Name, unter dem sie am Ende auftritt. Ob der Firmenname nun aus den Gesellschafternamen oder einem neu erdachten Begriff besteht, ist irrelevant. Wichtig ist nur, dass sich der Name nicht mit anderen Firmen aus der Region doppelt. Dabei können Gründern die IHKs helfen.

Das Mindestkapital einer GmbH liegt bei 25.000 Euro. Dieser Betrag kann nicht nur durch Geld, sondern auch durch Sacheinlagen wie Maschinen zusammenkommen. Bei der Anmeldung im Handelsregister müssen diese Beiträge bereits geleistet sein. Die Gesellschafter haften – wie der Name schon verspricht – nur beschränkt, nämlich in Höhe ihrer Einlagen.

Die GmbH zahlt sowohl Körperschafts- als auch Gewerbesteuer. Wenn sie Gewinn an die Anteilseigner ausschüttet, kommt noch eine Kapitalertragssteuer hinzu. Die Gesellschaft ist zur doppelten Buchführung verpflichtet.

Unternehmergesellschaft (UG) (haftungsbeschränkt)

Die Unternehmergesellschaft wird von Bundeswirtschaftsministerium als Variante der GmbH definiert. Die Behörde empfiehlt diese Form der Gesellschaft für kleinere Unternehmen und Start-ups, „insbesondere Dienstleister“, deren Firmen nicht viel Kapital benötigen.

Das ist auch der entscheidende Unterschied in der Gründung: Die UG muss kein Mindestkapital von 25.000 Euro aufbringen, sondern die Gesellschafter können sie mit nur einem Euro Stammkapital ausstatten. Sacheinlagen sind bei der UG, anders als bei der GmbH, ausgeschlossen.

Das Wirtschaftsministerium warnt allerdings davor, nur einen Euro einzubringen. Die Kapitalhöhe solle sich am „konkreten Bedarf“ orientieren, „denn eine unzureichende Kapitalausstattung birgt immer auch eine hohe Insolvenzgefahr“.

Eine UG darf ihre Gewinne nicht in voller Höhe ausschütten, da mindestens ein Viertel per Gesetz in das Stammkapital fließen muss, bis auch die UG ein Mindeststammkapital von 25.000 Euro erreicht. Eine zeitliche Frist, bis wann das Kapital da sein muss, gibt es jedoch nicht. Wenn die UG keine Gewinne erzielt, entfällt natürlich auch die Pflicht, diese in die Rücklage zu investieren. Die Beschränkung fällt sofort weg, wenn das Stammkapital einer GmbH erreicht ist. Wenn die UG will, kann sie sich dann in eine „normale“ GmbH umwandeln. Das ist aber keine Pflicht. Für die UG gelten abgesehen von diesen Punkten dieselben Vorschriften wie für eine GmbH.

Kleine Aktiengesellschaft (AG)

Für Unternehmensgründer gibt es auch die Möglichkeit, die Rechtsform der Kleinen AG zu wählen. Sogar ein Einzelner kann eine solche Gesellschaft gründen und als alleiniger Aktionär und Vorstand fungieren.

Bei der Gründung muss die Satzung in einem Protokoll festgeschrieben werden. Formhalber steht darin auch, dass die Gründer alle Aktien übernehmen. Die Wertpapiere einer Kleinen AG werden nicht an der Börse gehandelt. Die AG braucht aber – wie auch börsennotierte Unternehmen – einen Aufsichtsrat. Das Kontrollgremium muss aus mindestens drei Personen bestehen. Weil eine AG als Handelsgesellschaft gilt, muss der Unternehmer auch sie zwingend mit notarieller Beglaubigung im Handelsregister eintragen.

Die Bezeichnung kann frei erfolgen, sowohl die Familiennamen als auch ein eigens ausgedachter Firmenname sind denkbar. Der Name der Gesellschaft muss lediglich auf AG enden.

Die Gründer brauchen ein Mindestkapital von 50.000 Euro. Das kann auch durch Sachanlagen erbracht werden, allerdings müssen diese voll zur Verfügung stehen, wenn der Gründer die Firma ins Handelsregister eintragen lässt. Bareinlagen hingegen müssen lediglich zu einem Viertel vorhanden sein. Nach der Anmeldung verteilt sich das Gründungskapital auf Aktien im Wert von mindestens einem Euro, es können also höchstens 50.000 Aktien von den Gründern gehalten werden. Die AG haftet lediglich mit ihrem Gesellschaftsvermögen, die Aktionäre also auch nur in Höhe ihrer Investition.

Die Aktiengesellschaft kann von Vorteil sein, wenn die Gründer schnell an Eigenkapital kommen wollen. Das ist durch die Ausgabe von Aktien möglich. Die Unternehmer können zum Beispiel die Belegschaft daran beteiligen. Auch der Weg an die Börse kann so irgendwann möglich sein.

Ein Nachteil: Der Aufwand, eine Aktiengesellschaft zu gründen, ist nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums „vergleichsweise hoch“. Ein weiteres Problem sei, dass sie „in der Startphase in der Regel nicht zweckmäßig“ sei.

 

Weiterführende Links: Bundeswirtschaftsministerium

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