Einzelunternehmen

Als einfachster Schritt in die Selbstständigkeit gilt das Einzelunternehmen. „Es ist die schnellste und preisgünstigste Form, überhaupt loszulegen“, sagt IHK-Experte Härchen. Denn der Einzelunternehmer muss dafür kein Startkapital mitbringen. Wer sich selbstständig macht, muss lediglich eine Steuernummer beantragen und die freie Arbeit dem Finanzamt mitteilen. „Freiberufler wie Ärzte, Rechtsanwälte oder Hebammen müssen grundsätzlich kein Gewerbe anmelden“, so Härchen.

Etwas mehr Aufwand ist die Gründung für Kaufleute. Sie müssen ihre Tätigkeit auch beim Gewerbeamt melden und ins Handelsregister eintragen lassen. Auch Betreiber eines Kleingewerbes müssen dem Gewerbeamt ihre Selbstständigkeit anzeigen, ein Handelsregistereintrag ist allerdings nicht zwingend.

Bei der Bezeichnung des Unternehmens muss der Name des Einzelunternehmers irgendwo auftauchen, ein Fantasiename kann der Selbstständige nach Wunsch hinzufügen. Ein Beispiel wäre: Maria Müller, Design for Life. Bei Einzelunternehmern, die im Handelsregister eingetragen sind, kommt die Bezeichnung e.K. für eingetragener Kaufmann hinzu.

Prinzipiell muss ein Selbstständiger nur Einkommenssteuer zahlen. Kommt er über eine Grenze von 17.000 Euro muss er allerdings auch Umsatzsteuer abführen. Ist sein Unternehmen beim Gewerbeamt gemeldet, kommt die Gewerbesteuer hinzu. Wenn der Einzelunternehmer Mitarbeiter beschäftigt, muss er zudem Lohnsteuer an das Finanzamt überweisen.

Bei Problemen haftet der Einzelunternehmer auch mit seinem Privatvermögen. Das Bundeswirtschaftsministerium empfiehlt die Rechtsform daher nur dann, wenn es sich um kleinere Beträge handelt. Sobald regelmäßig große Summen fließen, solle der Einzelunternehmer eher über eine Kapitalgesellschaft nachdenken.