Was vor der Wahl der Rechtsform zu beachten ist

Wenn junge Gründer zu Mathias Härchen kommen, stellen sie oft dieselbe Frage: „Welche Rechtsform wähle ich für mein Unternehmen?“ Der Leiter des Bereichs Unternehmensförderung der Industrie- und Handelskammer (IHK) in Köln muss dann erstmal seinerseits ein paar Fragen stellen: Gegen welche Konkurrenz tritt der Existenzgründer an? Wie will er mit seinem Vertrieb auftreten? Welche rechtlichen Probleme drohen möglicherweise? „Wenn wir diese Fragen stellen, können viele Gründer keine Antworten darauf geben“, sagt Härchen.

Deshalb sollte die Rechtsform für Selbstständige und Start-ups erst dann eine Rolle spielen, wenn sie ihr Unternehmen durchgeplant haben, wenn sie ihr Geschäftsmodell entwickelt und möglicherweise auch schon eine erste Testphase hinter sich haben. Vorher könne sich noch zu viel ändern, sagt der IHK-Experte. Er empfiehlt daher eine Beratung vor der endgültigen Wahl.