Der Investment-Arm des Hausgerätekonzern steckt erneut Geld in das Kölner Start-up. Das will zukünftig vor allem Geschäftskunden ins Visier nehmen.

Nichts weniger als die Revolution der Reinigung verspricht Stefan Büssemaker, Gründer von WaschMal auf der Homepage seines Start-ups. „Damals zur Mutti, heute zur Lieferdienst App“ ist die Devise mit der das Unternehmen jetzt erneut Miele Venture Capital von sich überzeugen konnte. Bereits zum zweiten Mal steckt der Investment-Arm des Gütersloher Hausgerätekonzern Geld in das Kölner Start-up. Es handelt sich um einen mittleren sechsstelligen Betrag. Wie hoch die Summe genau ist, wollte das Unternehmen auf Nachfrage von WirtschaftsWoche Gründer nicht beantworten.

„Für Vielbeschäftige und Geschäftskunden in Deutschland ist das Geschäftsmodell von WaschMal ein echter Problemlöser mit viel Potenzial“, lässt sich Gernot Trettenbrein, Chef des Geschäftsbereichs Hausgeräte der Miele Gruppe und einer der drei Geschäftsführer der Miele Venture Capital in einer Pressemitteilung zitieren.

Konzentration auf Geschäftskunden

Mit dem frischen Kapital soll der Service ausgebaut werden – in Zukunft sollen vor allem Geschäftskunden im Fokus stehen, deren Mitarbeiter ihre Wäsche am Arbeitsplatz abholen und wieder dorthin bringen lassen können.

Das 2016 gegründete Waschmal wendet das Konzept von Lieferando und Co auf die Reinigungsbranche an: Das Unternehmen besitzt keine eigenen Fahrzeuge und Fahrer, sondern vermittelt die Aufträge für das Abholen der dreckigen Wäsche an eine der eigenen Angaben zufolge aktuell 200 Partner-Wäschereien in mehr als 1300 Städten. Über die App oder die Online-Plattform kann der Kunde die passende Reinigung auswählen und den Vorgang und die Auslieferung nachverfolgen. Für die Vermittlung erhält WaschMal eine Provision.

WaschMal ist nicht das einzige Start-up, das sich auf dem Markt der Reinigungsservice die Kunden für sich gewinnen will. Zur Konkurrenz zählen das unter anderem von Henkel Ventures finanziell unterstützte Berliner Start-up Zipjet, das auch auch in London und Paris aktiv ist,  und das in Deutschland und Österreich tätige Johnny Fresh.