Mit dem frischen Geld soll das Produkt weiter entwickelt werden, darunter der Math42 API, eine Technologie als Schnittstelle für Bildungsunternehmen, um so auch neue Produkte anzubieten. Jede Aufgabe in einem digitalen Lernprodukt wird dabei Schritt-für-Schritt erklärt und etwa durch Graphen veranschaulicht. Die Finanzierung ermögliche es, „weltweit und über alle Plattformen hinweg zu expandieren“, hieß es damals in einer Mitteilung von Math42.

Maxim und Rapahel Nitschen haben Anfänge der App schon als Teenanger entwickelt, als sie selbst Nachhilfe gaben. „Unsere Schüler stellten einfach immer wieder die gleichen Fragen“, so Maxim Nitsche. Mit ihrer App wollten sie diese Fragen beantworten. Mit gerade einmal 14 beziehungsweise 15 Jahren präsentierten die Brüder ihrem Vater ihre Geschäftsidee. Dieser verlangte einen Businessplan von seinen Söhnen. Ein halbes Jahr und 90 Seiten Geschäftskonzept später starteten sie mit Math42, noch einmal dreieinhalb Jahre später gingen sie mit der App auf den Markt.

2016 soll es die App dann auch auf Android-Betriebssystemen und im Web geben, ” um tatsächlich alle Schüler weltweit anzugehen.” Außerdem wolle das Unternehmen – nach eigenen Angaben – viel für Flüchtlinge machen, in dem Kooperationen mit anderen Organisationen und Unternehmen zur Verfügung zu stellen.

Das scheint anzukommen, nicht nur im Appstore gehört die App nach wie vor zu einer der beliebtesten Apps, auch die Sendung, in der die Nitsche-Brüder auftreten, hat besonders viele Menschen interessiert: “Unsere Sendung bei der Höhle der Löwen hatte knapp 2,5 Millionen Zuschauer — gegenüber einem Durchschnitt von 1,9 Millionen. Die Medien-Präsenz hatte einen unglaublichen Download-Spike zur Folge: Wir hatten in der Woche der Ausstrahlung über 250.000 Downloads in Deutschland”, sagt Maxim Nitsche.