Ist dieser Betrug in Venedig inzwischen aufgeklärt?
Nein. Vor allem ist nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft Dresden noch immer die Identität des angeblichen Diamantenhändlers unklar, der Wagner den Kredit gewähren wollte und ihm stattdessen das Falschgeld übergab. Allerdings ist inzwischen Anklage gegen einen 69 Jahre alten Finanzvermittler aus Unna erhoben worden, der den Deal eingefädelt haben soll. Ihm wird Beihilfe zum Betrug vorgeworfen. Wann der Prozess gegen ihn am Landgericht Leipzig beginnt, ist offen.

Am 11. Januar beginnt am Landgericht Leipzig ein Strafprozess gegen drei frühere Unister-Manager. Worum geht es da?
Hauptsächlich um Steuerhinterziehung und Computerbetrug. Unter anderem sollen Unister-Kunden im großen Stil durch das so genannte Runterbuchen betrogen worden sein. Den Ticketkäufern seien Preisvorteile vorenthalten worden. Die Staatsanwaltschaft geht von einem Gesamtschaden von 7,6 Millionen Euro aus. Unister hatte die Vorwürfe stets zurückgewiesen.

Welche Ermittlungen werden im Zusammenhang mit Unister noch geführt?
Die Staatsanwaltschaft Leipzig prüft, ob es bei Unister eine Insolvenzverschleppung gegeben hat. Es gibt Berichte, dass das Unternehmen schon lange vor dem Sommer 2016 pleite gewesen sein soll. Die Staatsanwaltschaft habe sich wesentliche Unterlagen aus den Insolvenzverfahren vorlegen lassen und werte diese derzeit aus, teilte ein Sprecher mit. „Sollten sich aus den Unterlagen zureichende tatsächliche Anhaltspunkte für strafbares Verhalten verfolgbarer Personen ergeben, wird über die Einleitung entsprechender Ermittlungsverfahren entschieden.“