Auch meine Freunde haben mich größtenteils motiviert, allerdings habe ich später erfahren, dass viele eigentlich dachten, dass ich wahnsinnig sei, mir den Mut aber nicht nehmen wollten. Bevor es losging, habe ich mich beim Arbeitsamt informiert und viel zum Thema Existenzgründung gelesen. Ich habe mir auch Rat im Umfeld gesucht und mit anderen Selbstständigen gesprochen. Was die Arbeit mit dem Holz angeht, war das Ganze ein Learning by doing. Geholfen hat dabei auch, dass ich mir einen kleinen Arbeitsplatz in einer Tischlerei angemietet habe und so meine Fragen an gelernte Tischler stellen konnte. Mit der Zeit hatte ich dann die für mich notwendigen Kniffe raus.

Heute, fast zwei Jahre nach der Gründung, kann ich zwar noch nicht alleine von meinen Designs leben, aber mit Hilfe eines kleinen Nebenjobs geht es gut. Anstrengend ist dagegen, dass ich alles alleine mache – die Herstellung, die Website, das Social Media-Marketing, die Kundenbetreuung und die PR – da fluche ich manchmal ganz schön und finde es auch traurig, dass ich keinen Gegenüber habe, mit dem ich nicht nur Arbeit teilen, sondern auch Ideen austauschen und schwierige Situationen besprechen kann. Bereut habe ich meine Entscheidung dennoch keine Sekunde, weil ich so glücklich bin, genau das machen zu können, was ich gerne möchte.