Gründerinnen – die neue „Lean In“ – Bewegung

Auch immer mehr deutsche Unternehmen stellen fest, dass die Sichtbarkeit und Förderung von Frauen nicht nur wichtig, sondern unumgänglich sind, um auf dem Markt innovativ und zukunftsfähig zu bleiben. Auch gibt es viele Initiativen und Organisationen, die Frauen Raum zum Austausch und zur Vernetzung geben. Und mit der Initiative „Chefsache“ an der sich Konzerne beteiligen, ist das Thema von „Frauen in Führungspositionen“ auch im Kanzleramt angekommen – Schirmherrin ist Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Doch es gibt eine neue und nachhaltige Bewegung mit „Lean In“ – Charakter: Gründerinnen werden sichtbarer und lassen an ihren Erfahrungen teilhaben. Ob es über Medien ist oder über Netzwerke. Sie machen die Tür auf und nehmen uns mit in ihre Welt – Themen wie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, das Führen von Teams oder Alltag als Unternehmerin, sind plötzlich nicht mehr nur Bestandteile wissenschaftlicher Studien, sondern begegnen uns über Reportagen, Veranstaltungen oder über den Bekanntenkreis.

Unternehmen: Lasst Frauen Frauen inspirieren

Das alles zeigt: Es tut sich was. Und dennoch muss es mehr Frauen geben, die Möglichkeiten bekommen, als inspirierende Speakerinnen andere Frauen zu motivieren. Unternehmen sind gut beraten, wenn sie ihre Führungskräfte raus schicken und ihnen Freiräume geben, sichtbare Plattformen mit „Lean In“ Charakter zu schaffen – für die Frauen, die es wollen. Zu den Freiräumen zählen Ressourcen, Zeit, Vertrauen und Verständnis. Und Frauen müssen diese Chancen auch ergreifen. Ich bin der festen Überzeugung: nur wenn wir unsere Erfahrungen mit Erfolgen und auch Misserfolgen teilen, nur wenn wir ins nicht lebensfernen politischen Debatten über Frauen und Führungspositionen verlieren, sondern lebensnahe Bewegungen fördern, nur dann wird es auch mehr Frauen geben, die sich selbst verwirklichen. Und nur dann kann und wird es eine auch deutsche Sheryl Sandberg geben.