Was ist Ihr Tipp an Start-ups, die ganz am Anfang ihrer Gründung stehen? 
Nicole Glaros: Sie sollten sicherstellen, dass sie den Produktmarkt verstehen und dass das Produkt in den Markt passt. Es ist eine Sache, eine Idee zu haben, aber man muss es schaffenm dass die Idee auch eine Resonanz im Wirtschaftssystem hat und Menschen dafür bezahlen werden. Ein anderer wichtiger Faktor ist, dass man das richtige Team und eine gute Beziehung zu den Mitgründern hat.

Sie halten nun mit Metro gemeinsam Ausschau nach Technik-Start-ups, die wichtig für die Gast-Gewerbe sind. Wie kam diese Zusammenarbeit zustande?
David Brown: Der Vorstandsvorsitzende der Metro Group, Olaf Koch, sorgt persönlich dafür, dass sein Team auf der ganzen Welt an der Initiative beteiligt ist, und nutzt die Kraft des Metro-Netzes, um Start-ups, die in das Programm kommen, zu unterstützen – mit Lizenzverträgen, mit Vertriebsvereinbarungen und dem Zugriff auf die Breite und Tiefe der Fähigkeiten der verschiedenen Abteilungen der Metro und auf die Hotel-Restaurant und Café-Industrie. Metro stellt außerdem Mentoren zur Verfügung, um Fähigkeiten und Expertise anbieten zu können, auf die die Start-ups normalerweise keinen Zugriff hätten. Dies führt zu einem enormen Wettbewerbsvorteil für die Lebensmittel-Tech-Start-ups. Die Start-ups geben gleichzeitig durch innovative Lösungen, neue Technologien und Umsatzchancen etwas an Metro zurück.

Warum passen Techstars und Metro so gut zusammen?
David Brown: Es ist wunderbar, mit Metro zusammenzuarbeiten, wir haben eine gute partnerschaftliche Beziehung, weil wir am Ende des Tages alle wollen, dass die Start-ups so erfolgreich wie möglich sind. Und wenn beide Unternehmen an diesem Projektziel arbeiten, werden wir es erreichen.

Nicole Glaros: Wir fokussieren uns sehr auf Innovation und wie man Unternehmen helfen kann Lösungsstrategien für schwere Probleme zu entwickeln, und Metro tut das auch. Sie machen auch ihr Geschäft selbst effizienter und produktiver und auch deshalb passen wir so gut zusammen.

Wie hoch ist die Quote der Start-ups, die in Amerika scheitern verglichen zu den Techstars-Start-ups?
Nicole Glaros: Die meist zitierte Statistik in den USA sagt, dass 95 Prozent aller Start-ups nach fünf Jahren scheitern. In unserem Portfolio haben wir 90 Prozent, die noch im Geschäft sind und nur zehn Prozent, die scheitern, was wirklich stark ist.

Herr Brown, Sie hatten noch nie ein Bewerbungsgespräch. Würden Sie das gerne mal ausprobieren?
David Brown: Nein, ich hatte eine großartiger Karriere in vielen verschiedenen Start-ups und Techstars ist jetzt mein letztes berufliches Projekt. Ich brauche also kein Bewerbungsgespräch (lacht).

Dann erzählen Sie doch, was Ihre nächsten Ziele mit Techstars sind.
David Brown: Ich denke, Techstars wächst sehr rapide. Wir sind jetzt international aufgestellt, und es ist nicht lange her, dass wir nur in den USA Geschäfte getätigt haben. Es ist toll in London, Berlin, Tel Aviv und Kapstadt zu sein. Da draußen ist eine große weite Welt in der es gilt andere Kulturen und Plätze kennenzulernen und andere Start-up-Ökosysteme zu entdecken. Außerdem wollen wir Start-ups über ihre gesamte „unternehmerische Reise“ unterstützen. Wir helfen Unternehmen, die wachsen und skalieren, mit Risikokapital und wir helfen jungen Unternehmen mit unserem Start-up-Programm. Über den ganzen Lebenszyklus eines gegründeten Unternehmens zu helfen ist das, was wir in den nächsten Jahren tun werden.

Frau Glaros, Herr Brown, vielen Dank für das Gespräch!