Die Politik will Gründungen fördern

Besorgt um den politischen Rückhalt – diesen Monat sind Wahlen in Taiwan – hat die Regierungspartei Kuomintang im vergangenen Jahr gleich mehrere Förderprogramme für Gründer aufgesetzt. „Seit diesem Jahr interessiert sich die Regierung dafür, wie die Makerspaces helfen können, die Wirtschaft anzukurbeln und junge Menschen bei der Gründung eines Unternehmens zu unterstützen“, sagt Lin. Landesweit finanziert sie die Einrichtung von kreativen Werkstätten an Universitäten und Schulen. Für ausländische Gründer ist besonders das neu eingeführte Enterpreneurvisa interessant. Es richtet sich an Jungunternehmer und vereinfacht die Einreise und Gründung eines Unternehmens in Taiwan.

Lin treibt nun vor allem die Kooperation mit Unternehmen voran. Es gäbe immer mehr Unternehmen, die Interesse an seiner Werkstatt zeigen. Auch die großen Player des Landes seien darunter – auch Foxconn beispielsweise. „Doch die verstehen nicht, worum es bei Innovation eigentlich geht“, sagt er. So wollten sie häufig unabhängige Makerspaces eröffnen, sich dann aber einmischen. Lin glaubt nicht an Kreativität auf Knopfdruck – außer in seiner Werkstatt.