Die Technik dahinter ist der Grund für den relativ hohen Preis, sagt Wendzich. Die Panele auf dem Dach und die Stromwandler im Inneren des Wagens kosten.

Für Lieferwagen, Technik und Umbaukosten fällt ein hoher fünfstelliger Betrag an, schätzt Wendzich. Fast jeder verdiente Euro fließt in die Anschaffung neuer Wagen. „Ein Stromkabel zu verlegen, wäre deutlich günstiger“, sagt sie. So macht es der einzige größere Konkurrent, eine Firma aus Dänemark. Suncrafter dagegen kann durch die Solartechnik auch an entlegenen Campingplätzen seine Dienste anbieten. Ein großer Vorteil.

„Passt gut drauf auf“

Die Batterien der Wagen sind vor dem Festival geladen. Wenn die Sonne scheint, reicht der Strom bis tief in die Nacht. Am nächsten Morgen, wenn sich um zehn Uhr wieder die Klappe öffnet, kommen viele der Festivalbesucher gleich als erstes vorbei, noch vor dem Frühstück. Die einen wollen ihr Handy bloß geladen zurück, andere wollen es sicher aufbewahrt wissen, während sie selbst vor den Bühnen sind.

Einer verabschiedet sich, als sein Handy in einer der Ladeboxen verschwindet. „Passt gut drauf auf.“ Nach zwei Stunden kommt er wieder, um sein iPhone zu holen. Er ist aufgedreht, in Festivalstimmung. Dann schaltet er das Handy wieder ein, Mails und Nachrichten ploppen auf. Und schon ist er gedanklich erst mal weg vom Festival.