Im Kontakt zu Firmen sieht Thoma auch den Standortvorteil von baden-württembergischen Start-ups. Nicht zuletzt durch die Erfahrungen seiner eigenen Unternehmensgründung: „Wir haben unsere Firma nur so schnell so groß bekommen, weil wir vor Ort waren“, sagt er. Im Zweifel könnten Gründer mit dem Zug zu ihren Kunden fahren. In Berlin wäre das kaum möglich. Die Hauptstadt sei somit zwar ein wichtiger Leitturm-Standort für Deutschland. „Aber wenn Gründer und Unternehmen aus einer Region miteinander arbeiten, profitieren beide“, sagt Thoma über Baden-Württemberg. Dabei sei es aber wichtig, dass sich Gründer nicht nur auf Angebote für Privatkunden denken. Er glaube nicht, dass in der Region bald das nächste Zalando entstehe. „Aber wer beispielsweise ein B2B-Geschäftsmodell entwickelt, kann von der Nähe profitieren.“ Das möchten Thoma und seine Kollegen auch auf dem Start-up-Campus Stuttgart vermitteln. Deshalb sollen langfristig auch Kooperationen mit regionalen Unternehmen entstehen. Gespräch dazu laufen schon.

Mittlerweile sind die meisten Räume auf dem neuen Campus fertig. Erste Workshops wurden bereits durchgeführt und auch die fest angesiedelten Start-ups können nun einziehen. Bereits Ende des Jahres soll der Campus dann zum festen Bestandteil der baden-württembergischen Gründerszene gehören.