Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte ermittelte die am schnellsten wachsenden Technologie-Unternehmen. Auch fünf deutsche sind darunter.

Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte hat im Rahmen einer Untersuchung 500 Technologie-Unternehmen aus Europa, dem Mittleren Osten und Afrika gekürt, deren Umsatz in den Jahren 2012 bis 2015 am schnellsten gewachsen ist.

Auf den ersten drei Plätzen finden sich Start-ups aus Schweden, der Türkei und Polen. Insgesamt sind vor allem Software-Firmen besonders stark vertreten, das größte Wachstum verbuchten Unternehmen aus den Bereichen Hardware, Medien und Clean Technology.

Auch fünf deutsche Start-ups schafften den Sprung auf die Liste – und zwar diese.

Platz 112: Buben & Mädchen

Gerade einmal drei Jahre alt ist die 30-köpfige Sales-Agentur Buben & Mädchen aus Mainz. Doch sie betreut bereits große Kunden wie die Autokonzerne Audi und Toyata oder den Technologiekonzern Schott Solar. Dabei setzt das Team um Geschäftsführer Holger Bub auf Performanceanalysen und individuelle Kommunikationsstrategien.

Platz 72: Opesus AG

Das Start-up Opesus ist spezialisiert auf SAP-basierte Beratung und Softwarelösung. Zu seinen Kunden gehören unter anderem Bosch, Merck, Zeiss und Continental. Bevor die Gründer um Alexander Wegener den Schritt in die Selbstständigkeit wagten, waren sie beim Softwarehersteller SAP in Walldorf beschäftigt. Das Start-up aus Diedorf bei Augsburg war in diesem Jahr auch beim Bayrischen Gründerpreis nominiert.

Platz 67: Onpage.org

Das Münchner Start-up onpage.org stellt Webseitenbetreibern eine Analyse-Software für Qualitätsmanagement und Suchmaschinenoptimierung zur Verfügung. Die vier Gründer Marcus Tandler, Andi Bruckschlögl, Jan Hendrik Merlin Jacob und Niels Doerje wollen ihren Kunden zu einer „langfristigen Optimierung und Erfolgssteigerung ihrer Seiten“ verhelfen.

Platz 32: Qoniac

Das 2009 von Adwin Timmer (CEO), Boris Habets (CTO) und Harry Böhme (COO) gegründete Unternehmen Qoniac kümmert sich um Softwarelösungen für die Drucktechnik. Das Start-up hat seinen Hauptsitz in Dresden und unterhält Niederlassungen in Taipeh und Seoul.

Platz 11: Nordwest-Box

Das Start-up Nordwest-Box aus Wardenburg entwickelt Transportboxen für Militär, Rettungsdienste und Krankenhäuser sowie winterfeste Unterkünfte aus Plastik für Flüchtlinge. 2009 gegründet, erlangte es 2014 bundesweit Bekanntheit, als die Gründer Agnes und Wilfried Bending, beide Anfang 60, den sogenannten Ebola-Flieger der Bundesregierung mit einer Isolierzelle ausstatteten.