founders_maximilian_valentin_1

Valentin Stalf und Maximilian Tayental von Number26

Number26: „Das Kapital fließt immer dorthin, wo es die besten Unternehmen gibt“

Das Start-up Number26 will die Finanzbranche aufmischen. Es bietet ein kostenloses Mobile-Konto, mit der App können Kunden auch ihre Ausgaben verfolgen. Einen prominenten Investor hat das Start-up bereits gewinnen können: Peter Thiel führte eine Finanzierungsrunde von 10,6 Millionen US-Dollar an.

Die britische Ausgabe des Magazins hat Ihr Unternehmen unter die 100 heißesten europäischen Start-ups gewählt. Was macht Number26 eigentlich so heiß?
Die Bankindustrie hat sich seit Jahrzehnten nicht mehr wirklich verändert und weiter in ihren alten Strukturen gearbeitet. Dies gipfelte zuletzt in der Finanzkrise. Im Resultat ist das Vertrauen in die Banken erschüttert und die Kunden durch technologisch veraltete Produkte frustriert. Genau dort setzen wir an und haben mit Number26 die Bedürfnisse des jungen Kunden  in den Mittelpunkt gestellt und Banking so gestaltet wie es heute sein sollte; am Smartphone, kostenlos und einfach.

Nicht zum ersten Mal konzentriert sich ein Ranking ausschließlich auf die Start-up-Szene in der Hauptstadt. Was schätzen Sie an Berlin als Standort? Warum haben Sie sich für die Hauptstadt entschieden?
Berlin hat einen schier unerschöpflichen Pool junger Talente mit unterschiedlichsten Erfahrungen und Fähigkeiten, von denen jedes Startup zehren kann. Hierher kommen die kreativen Köpfe, die man braucht um Prozesse komplett neu zu denken und Innovation zu schaffen. Ein weiteres Argument ist, dass Berlin vergleichsweise erschwinglich ist und eine ausgezeichnete Lebensqualität bietet, damit schafft man es Talent aus der ganzen Welt anzuziehen.

Auch wenn Berlin im Vergleich zu Metropolen wie London aufholt, bleibt Finanzierung ein schwieriges Thema. „Wenn die großen Checks geschrieben werden, dann in 99,9 Prozent der Fälle an nicht-deutsche Start-ups“, heißt es in der „Wired“. Würden Sie diesen Satz unterschreiben?
Das Kapital fließt in letzter Konsequenz immer dorthin, wo es die besten Unternehmen, Produkte und die kreativsten Köpfe gibt. Investoren unterscheiden hier nicht zwischen Ländern, wenn überhaupt zwischen Kontinenten. Unsere Investoren zum Beispiel Investieren durchweg international und kennen eigentlich keine Ländergrenzen. Das Kapital ist heute total mobil und global.

Was planen Sie für die Zukunft? Oder um es mit den Worten der „Wired“ zu fragen: Was wird Ihr Start-up in Zukunft noch heißer machen?
Wir stellen weiterhin unseren Nutzer und seine Banking Erfahrung in den Mittelpunkt. Durch modernste Technologie, kennen wir unsere Kunden besser als herkömmliche Banken und können so unser Produkt viel besser an seine Bedürfnisse anpassen. Selbst welche Funktionen wir als nächstes Entwickeln entscheiden wir mit unseren Kunden zusammen. Da das Girokonto im Mittelpunkt des Finanzhaushaltes jedes einzelnen steht arbeiten wir derzeit schon an vielen Funktionen die das Leben unserer Nutzer noch weiter erleichtern werden.