Bald schon sollen 500 Supermärkte in allen US-Bundesstaaten Chocomize Schokolade für rund sechs Dollar pro Tafel im Sortiment haben. Diese Schokolade ist zwar nicht individuell nach Kundenwünschen zusammengestellt, aber trotzdem fließt der Geschmack der Kunden in die Fertigung ein. Denn durch zehntausende Privatbestellungen weiß Chocomize, welche Mischungen bei den Kunden gut ankommen und kann diese in den Supermärkten anbieten.

Fünf Jahre nach der Firmengründung steht für Kaempfer steht fest, dass im amerikanischen Markt noch reichlich Luft für seine hochwertigen, originellen Schokoladensorten ist: „Die Amerikaner lernen erst jetzt, was gute Schokolade ist“, sagt der Firmenchef. „In Europa ist man verwöhnter, denn die Auswahl von Schweizer, deutscher und belgischer Schokolade viel größer.“

Kaempfer dürfte bei der Vermarktung helfen, dass inzwischen auch Amerikas Stars ihre Liebe zu Chocomize entdeckt haben und die Werbetrommel für das Startup rühren. So schwärmten etwa der Hollywood-Star Tori Spelling und die Sängerin Christina Perri öffentlich von der Schokolade. Der Rocksänger Tommy Lee hat dafür gesorgt, dass sie in Trump Hotels in der Minibar zu finden ist. Die einflussreiche Fernsehmoderatorin Oprah Winfrey hat sogar vor laufender Kamera Chocomize verzehrt – nach US-Maßstab ein Ritterschlag für das Produkt.

Um den Onlinevertrieb weiter auszubauen, plant Kaempfer nun etliche Partnerschaften mit Internet-Dienstleistern. Zurzeit gibt es Kooperationen mit großen Namen wie Facebook und Amazon, aber auch mit Zazzle, einer von drei großen Plattformen für Produkte, die individuell nach Kundenwünschen hergestellt werden.