Ein weiterer wichtiger Aspekt ist beispielsweise die Ernährung. Während Haustiere vor einigen Jahrzehnten vor allem mit Essensresten aus dem Haushalt der gastgebenden Familie gefüttert wurden, erhalten heute 90 Prozent der deutschen Hunde industriell gefertigtes Standardfutter. Qualität und Zusammensetzung der Inhaltsstoffe werden interessanter und die Individualität, die punktgenaue Abstimmung auf das eigene Tier stehen im Vordergrund, wie Futalis erkannt hat. Das 2011 gegründete Start-up vertreibt seit April 2012 Hundefutter.

Tierärztin Stefanie Schmidt wurde während ihrer Arbeit an der Uni Leipzig über Jahre hinweg mit der verzweifelten Suche nach geeignetem Futter konfrontiert. Auch Hunde leiden mittlerweile an Diabetes, Allergien oder Herzinsuffizienz und benötigen spezielle Nahrung. Jedes Tier hat einzigartige Bedürfnisse, während Standardfutter für eine Deutsche Dogge ebenso herhalten muss wie für einen Chihuahua. Gesundheitliche Probleme lassen sich ebenfalls auf falsche Ernährung zurückführen. Auch wundert es nicht, dass fast 50 Prozent der Haustiere in Europa an Übergewicht leiden.

Zusammen mit den Betriebswirten Janes Potthoff und Christian Hetke hat Schmidt deshalb ein neues Konzept entwickelt: „Unser Ziel ist es, jedem Hund in jeder Lebensphase ein individuell auf seinen Bedarf angepasstes Futter anbieten zu können“, so Christian Hetke.Deshalb werde das Ernährungskonzept gemeinsam mit Tierärzten und in Zusammenarbeit mit verschiedenen Forschungseinrichtungen weiterentwickelt.

„Wir haben nicht einfach eine Nische getroffen, sondern eine praktische Lösung gefunden, die dem Halter erlaubt seinen Hund optimal zu versorgen“, bestätigt Janes Potthoff. Das zeige sich vor allem in der steigenden Zahl von Tierärzten, die das Ernährungskonzept verstärkt in ihr Programm aufnehmen. „Auf dem Markt ist viel Bewegung und unsere Strategie geht auf. Unser Team ist gewachsen, die Nachfrage steigt und wir sind bereits auch in Österreich und der Schweiz vertreten. Aus Skandinavien, Frankreich und den USA bekommen wir Anfragen und wollen deutsche Forschung gern exportieren. Da sind wir auf einem sehr guten Weg und auch sehr stolz auf das bisher erreichte“, sind sich die Gründer einig.