Die Cremers verwerten nach eigenen Angaben keine Zusatzstoffe, sind Kunde beim Bio-Bauern in der Nähe, und das mittlerweile fünfköpfige Team backt und verpackt alles in liebevoller Handarbeit. „Die Kunden können oft gar nicht glauben, dass wir alles selbst machen“, sagt Oma Helga. Dass sie wirklich selbst Hand anlegt, ist für sie aber auch nicht immer einfach: „Manchmal habe ich Blasen an den Fingern vom Kekse ausstechen.“ Ihre Handarbeit schlägt mit 3,85 Euro pro Tütchen à 100 Gramm zu Buche. „Das ist natürlich ein stolzer Preis, aber die Kunden wissen die Qualität eben zu schätzen und bleiben uns treu“, sagen die Cremers.

Hunde sind nicht nur eine relevante Gröβe der deutschen Volkswirtschaft; je mehr sie die Gesellschaft zum liebsten Begleiter des Menschen stilisiert, umso persönlicher gestalten Herrchen und Frauchen Pflege und Freizeitangebot. Omas Hundekekse bedienen genau diesen Trend, denn Helga Cremer nicht bloβ Unternehmerin, sondern Marke geworden: Die sympathische Seniorin ist Namensgeberin und ziert mit ihrem Bild das Firmenlogo auf jeder Kekstüte und der Homepage. Ihr Elan auch im Rentenalter wurde wie von selbst zum Marketing-Instrument und hat sie bis ins Fernsehen gebracht.

Ein kurzer Besuch in der Backstube – Oma Helga bei Sat1:

Neben der Küchenchefin geben die Kekspaten dem Angebot die persönliche Note. Jede Kreation testet ein Vierbeiner aus dem Haus oder Freundeskreis. „Seven‘s Dream“, der Klassiker im Angebot, geht zurück auf Familienhund Seven. Hündin Wendy liebt die Bananenknochen „Wendy’s Love“ wie Rüde Goofy seine Leberwurstknochen „Goofy’s Fun“.

Und die Kreationen sollen nach Angaben des Herstellers nicht nur den Hundegaumen erfreuen. „Das sind Premiumkekse“, sagt Thomas Cremer. In „Chaska‘s Cheese“ etwa käme guter Parmesan, ergänzt die Küchenchefin. Ein Kunde würde sie sich abends gerne zu einem Gläschen Rotwein mit seinem Hund teilen. Ein anderer habe erst kürzlich ein Bild geschickt: Als Diabetiker muss er bei sich wie bei seinem Hund auf die Ernährung achten und die Kartoffel-Speck-Kreation „Brix Special“ aus Mönchengladbach bekäme beiden gut.