Wie steht es momentan um den eBall?
Seit dem Pitch stehe ich in engem Kontakt mit den Teams der Investoren. Ich habe vier Mitarbeiter, einen Elektroniker, einen Konstrukteur, einen Programmierer und einen Mechaniker an meiner Seite, die mir bei der schwierigen Weiterentwicklung des Produkts geholfen haben, denn der eBall, wie ich ihn beim Pitch präsentiert hatte, konnte dem Realitätscheck nicht standhalten. Wir haben in intensiver Arbeit sehr viel daran geändert und perfektioniert: Das Gewicht wurde von 40 auf 20 Kilogramm reduziert, das Design verändert, die Software überarbeitet und neue Sicherheitsfeatures installiert.

Was sind Ihre Hoffnungen und Pläne für die Zukunft?
Seit der Ausstrahlung gestern Abend kann man den eBall über unsere Website vorbestellen. Ab Juni gibt es ihn dann offiziell zu kaufen, für 999 Euro das Stück. Das ist teurer als ähnliche Produkte, die es bereits auf dem Markt gibt. Aber die Herstellungskosten sind aufgrund der aufwändigeren Technik – vier Motoren statt einem oder zwei und dem aufwändigen mechanischen Antrieb der Kugel – höher als die der anderen. Ich hoffe, dass der eBall in Deutschland sehr gut angenommen wird und dass wir eines Tages – nach den europäischen Ländern – auch in die USA expandieren können. Aktuell gehen wir von einem Verkauf von jährlich 20.000 Stück aus.

Wer ist Ihre Zielgruppe?
Das ist tatsächlich ein Problem, denn ursprünglich haben wir an Kinder, Jugendliche und junge Leute zwischen acht und 25 Jahren als Hauptkunden gedacht, doch die müssten natürlich erst ihre Eltern überzeugen, ihnen den eBall zu kaufen. Ich denke aber auch, dass junge, berufstätige Großstädter zu unseren Kunden gehören werden. Und was den Preis angeht: Je höher die Stückzahl ist, die wir produzieren, desto geringer werden die Kosten und damit sinkt natürlich auch der Preis – es kann also gut sein, dass der eBall in den kommenden Jahren günstiger wird.