Durch das Outsourcen braucht der Solopreneure keine großen Maschinen im Keller. Das hat einen großen Vorteil: Niemand muss Tausende von Euro in die Idee stecken und sich womöglich noch bei der Bank verschulden. Thorsten Kucklick ist mit seinem Start-up MeinSpiel nur mit eigenem Geld gestartet. „Es hat den Vorteil, dass sich die Idee vom ersten Tag an beweisen muss“, sagt er. Sei die erste Phase erst einmal überwunden, könne das Unternehmen mit den laufenden Einnahmen auch das Produkt weiterentwickeln. „Ich bleibe als Gründer immer Herr der Lage“, sagt Kucklick.

Keine Ideologie

Während andere Start-ups über Monate nach Geld suchten, könnte der Solopreneur, der sich selber finanziert, sein Produkt schon auf den Markt bringen. Kucklick hat über seine Erfahrungen mit dem sogenannten Bootstrapping ein Buch geschrieben. Mit dem passenden Titel: „Das 1000-Euro-Startup“.

Die eventsofa-Gründerin Jarantowski finanzierte sich bislang auch nur mit eigenem Kapital. Um Geld für das Coworking Space zu sparen, saß sie öfter in der Berliner Stadtbibliothek zwischen lernenden Studenten und lesenden Rentnern.

Doch für sie – wie für viele Solopreneure – ist diese Art des Arbeitens keine Ideologie. Mittlerweile hat Jarantowski einen festen Platz in einem Coworking Space und beschäftigt fünf Mitarbeiter. Und sie sucht jetzt erstmals nach Fremdkapital für das Unternehmen – für den nächsten großen Schritt. „Ich würde genauso wieder alleine starten“, sagt die Berliner Gründerin.