SandorFarkas_HeyHoliday

Seit ich vor acht Jahren meine Ausbildung zum Fachinformatiker bei der Deutschen Rentenversicherung Bund abgeschlossen habe, bin ich ausschließlich in Start-ups tätig gewesen. Sechs an der Zahl waren es – eines davon mein eigenes, als ich mich zwischendurch als Gründer versucht habe.

Für meine Affinität zu Start-ups gibt es zwei Gründe. Der erste ist rein pragmatischer Natur: Ich bin Berliner und möchte hier auch nicht weg. Vor Ort gibt es allerdings nicht viele große Unternehmen, die Leute mit meinem Spezialgebiet anstellen.

Offene Atmosphäre

Das empfinde ich aber nicht als Problem, denn mir persönlich gefällt das Arbeiten in einem Start-up ohnehin besser. Womit wir schon beim zweiten Grund wären:

Es liegt mir viel daran in meinem Job auch meine eigenen Vorstellungen zu verwirklichen. Das ist in einem jungen, sich im Aufbau befindenden Unternehmen viel leichter möglich als in einem dessen Strukturen ziemlich festgefahren sind. Wir arbeiten in einem kleinen Team, die Geschäftsführer sind schnell und unkompliziert erreichbar und für Ideen immer offen.

Wenn der Headhunter anruft

Klar ist auch: Wer sich für eine Stelle in einem Start-up entscheidet, muss wissen, dass das kein nine-to-five-Job ist, denn wenn wir an etwas Dringlichem arbeiten, lässt man nicht alles stehen und liegen. Überstunden gehören einfach dazu.

Ich höre immer wieder, dass Start-ups große Probleme haben Softwareentwickler zu finden. Das liegt meiner Meinung nach nicht nur daran, dass es nicht genug von ihnen gibt, sondern daran, dass nicht alle, die dem Markt zur Verfügung stehen, ausreichend qualifiziert sind. Die Guten erhalten darum ständig mehr oder weniger lukrative Angebote für einen Jobwechsel. Auch ich habe gefühlt täglich eine E-Mail von einem Headhunter in meinem Postfach. In den sieben Jahren meiner beruflichen Tätigkeit habe ich mich nur ein einziges Mal aktiv um eine Stelle bemüht, die anderen Male wurde ich abgeworben.

Sandor Farkas, 27, arbeitet beim Berliner Start-up HeyHoliday