Platzierung

Die beste Stellenanzeige bringt jedoch nichts, wenn sie nicht optimal platziert ist. Die gängigen Jobbörsen wir Monster, Stepstone oder Indeed haben zwar eine große Reichweite, sind für Start-ups aber verhältnismäßig teuer. Hoffmann rät deswegen zu kleineren Stellenportalen, Karriere-Netzwerken, den Stellenwerken der Universitäten oder fachspezifischen Jobbörsen wie „Das Auge“, ein Portal, auf dem Jobs für Designer, Grafiker und Kreative angeboten werden. So vermeidet der Gründer auch, dass die eigene Anzeige aufgrund der Flut an Stellenanzeigen, wie sie bei etablierten Portalen üblich ist, bereits nach wenigen Tagen kaum noch auffindbar ist.

Helfen kann auch ein gutes Netzwerk. Auf Messen, Workshops und Kongressen kommen junge Unternehmen leicht mit Gleichgesinnten und Interessierten in Kontakt, vielleicht auch dem neuen Mitarbeiter. Wenn der Gründer einen guten Eindruck von einer Person gewonnen hat, sollte er den Kontakt halten.

Denn: „Viele Start-ups warten zu lange und suchen erst Personal, wenn wirklich nichts mehr geht.“ Doch gerade dann, so Hoffmann, hätten die wenigsten wirklich Zeit, ausführliche Bewerbungsgespräche zu führen. Aus Zeitmangel nähmen viele dann einfach den erstbesten Bewerber. Ein fataler Fehler, der schlimmstenfalls sogar die Existenz gefährden kann: Unqualifizierte Mitarbeiter können teuer sein. „Wer sich jedoch nach und nach ein gutes Netzwerk aufgebaut hat, kann im Ernstfall schnell einen zuverlässigen Kontakt anfragen“, so Hoffmann.

Helfen können dabei nicht nur Karrierenetzwerke wie Xing und Linkedin, sondern vor allem die sozialen Netzwerke. Wo, wenn nicht auf Facebook, Twitter und Co., tummelt sich sonst die Generation Y, die für Start-ups oft Zielgruppe Nummer eins ist. Mindestens ebenso wichtig ist Mund-zu-Mund-Propaganda: Job-Empfehlungen von Freunden geht ein Bewerber schließlich eher nach als einer anonymen Stellenanzeige im Netz.