Stellenausschreibung

Um neue Mitarbeiter zu rekrutieren, sollten sich Gründer zunächst darüber klar werden, wen sie überhaupt suchen und welche Tätigkeiten sie zu vergeben haben. Start-ups sind meist chaotischer als etablierte Unternehmen, brauchen besonders flexible Mitarbeiter, die selbständig arbeiten können und Willensstärke zeigen. „Eine gute Aufgabenanalyse ist deswegen das A und O, um nicht schon vorneherein die falschen Bewerber anzuwerben“, sagt Hoffmann.

Die Aufgaben und Anforderungen gilt es anschließend, prägnant in einem Text zu formulieren. Um sich von anderen Stellenanzeigen abzusetzen, sollte schon in der Überschrift signalisiert werden, warum das Start-up etwas Besonderes ist. Arbeitet es international? Ist das Team multikulturell? Kann der potenzielle Mitarbeiter von zu Hause arbeiten? „Wenn die gesuchte Position schon langweilig klingt, lesen Bewerber die Stellenanzeige erst gar nicht durch“, sagt Hoffmann. Statt „Wir suchen einen Praktikanten“, klingt „Wir suchen einen Praktikanten für ein internationales Recruiting-Start-up“ gleich viel spannender und genauer.

Kurz und knackig sollte auch der weitere Text formuliert sein. Nach Hoffmanns Erfahrungen lesen Bewerber meistens nur die ersten zwei, drei Sätze. „Wer da nicht überzeugt, ist raus“, mahnt sie. Statt Fließtext sollten Stellenanzeigen deshalb idealerweise mit Stichwörtern oder fettgedruckten Passagen durchbrochen werden, um sie optisch hervorzuheben.

Vor allem auf dem Smartphone lässt sich die Anzeige dadurch viel leichter lesen. Das ist heute ein wichtiger Faktor: Immerhin suchen 74 Prozent aller 25- bis 28-Jährigen, also die Zielgruppe vieler junger Start-ups, ihre Jobs inzwischen mobil, so eine Studie der Jobbörse Indeed.