Möglicherweise wolle HelloFresh den Börsengang gleich nach der Sommerpause ankündigen, sagte einer der Insider. Im Herbst drängen zahlreiche Firmen auf das Frankfurter Börsenparkett, darunter der Kleinanzeigen-Portalbetreiber Scout24 , der Lkw-Zulieferer Jost-Werke, die Bayer -Kunststoff-Tochter Covestro und die Zugsparte von Bombardier. Auch im Rocket-Imperium gibt es weitere Börsenkandidaten: der Online-Lieferdienst Delivery Hero (Lieferheld), der Mahlzeiten aus Restaurants frei Haus liefert, die Möbelhändler Westwing und Home24 sowie die Global Fashion Group, die – nach dem Vorbild von Zalando in Deutschland – in Schwellenländern Mode versendet.

Umsatzmäßig zählte HelloFresh 2014 zu den großen Gewinnern des Rocket-Imperiums. Das Start-up verfünffachte seine Einnahmen im vergangenen Jahr nahezu. Kam es 2013 gerade einmal auf einen Umsatz von 15 Millionen Euro, waren es 2014 schon 70 Millionen Euro.

Auch die EBITDA-Marge hat sich verbessert. Lag sie 2013 noch bei minus 45 Prozent, sank sie im vergangenen Jahr auf minus 21 Prozent. Das deutet aber auch schon die Probleme von HelloFresh an: Profitabel ist das Unternehmen noch lange nicht. Nach einem Minus von 6,5 Millionen Euro im Vorjahr verdoppelte der Lebensmittellieferant seine Verluste 2014 auf 15 Millionen Euro.