btov Partners investiert 2,3 Millionen Schweizer Franken in RetinAI. Das Unternehmen will Augenkliniken mit Hilfe von KI effizienter machen.

RetinAI, ein in Bern ansässiges Unternehmen, das Softwaretools zur Sammlung, Verwaltung und Analyse von Gesundheitsdaten entwickelt, hat eine Pre-Series A Finanzierungsrunde im Wert von 2,3 Millionen Franken abgeschlossen. Der Industrial Technologies Fund von btov Partners hat die Runde unter Beteiligung des in der Schweiz ansässigen Investorennetzwerks ´investiere´ und eines Konsortiums ausgewählter privater Investoren angeführt. 

Das frische Kapital soll in das Wachstum und in die internationale Expansion von RetinAI fließen. Auch das Team soll vergrößert sowie die Zertifizierungsinitiativen beschleunigt werden.

Wartezeiten für Patienten verkürzen

RetinAI will Augenkliniken und Gesundheitseinrichtungen durch fortgeschrittenes maschinelles Lernen und Computer Vision effizienter machen, so dass sich die Wartezeit verkürzen und Patienten schneller behandelt werden können. 

“Eines der größten Probleme, die Sie in Gesundheitseinrichtungen finden, ist die fehlende Struktur der Daten, die aus Medizinprodukten oder elektronischen Gesundheitsakten stammen. Diese Situation macht es kompliziert, Muster, die mit einem Augenleiden zusammenhängen, in angemessener Zeit zu identifizieren. Bei RetinAI bringen wir die Datenorganisation und -analyse auf die nächste Stufe, indem wir Informationen mit Hilfe unserer Algorithmen verdauen und verwerten und dem Benutzer in einer umfassenden Weise präsentieren. Dadurch können Ärzte schneller als je zuvor zu Schlussfolgerungen kommen und Maßnahmen ergreifen”, erklärt Carlos Ciller, CEO von RetinAI.

Weiterentwicklung der Algorithmen

Die Plattform von RetinAI bietet Werkzeuge zur Strukturierung, Analyse und Visualisierung von Augenuntersuchungen und eine Biomarker-basierte Analyse und damit die Vermeidung einer “Black Box”-Interpretation von Daten.

In den vergangenen Monaten konnte das 2016 gegründete Start-up mehrere Vertragsabschlüsse mit großen Pharmaunternehmen und Medizinprodukteherstellern verkünden und die ersten Produkte in den Markt einführen. Dank Zuschüssen von europäischen (EUROSTARS EU Program) und schweizerischen (SPHN – Swiss Personalized Healthcare Network) Institutionen im Wert von mehr als 550.000 Schweizer Franken konnte die Weiterentwicklung der Algorithmen der KI-basierten Technologien vorangetrieben werden.