Auf der Internetseite des Start-ups stellen sich die Projekte selbst vor, die potentiellen Freiwilligen haben die Möglichkeit sich direkt bei diesen zu bewerben. Kommt es zu einer Zusammenarbeit, bucht der Volontär über Volunteer World und das Unternehmen erhält eine Vermittlungsgebühr von 15 Prozent. Bevor es ein Projekt auf die Plattform schafft, unterziehen die Mitarbeiter von Volunteer World es einer strengen Kontrolle. Einige Projekte sehen sich die Gründer selbst an, andere überprüfen sie im Netz und in Foren oder sprechen ehemalige Teilnehmer an.

„Viele junge Leute wollen etwas zurückgeben“

Zurzeit können Interessente aus 600 Projekten in 80 Ländern wählen. Volunteer World vermittelt eigenen Angaben zu Folge wöchentlich sieben Freiwillige – und zwar aus aller Welt, denn die Gründer setzten von Beginn an auf eine internationale Zielgruppe, die Internetseite gibt es ausschließlich auf Englisch. Volunteer World erhielt bereits Buchungen aus Belgien, Großbritannien und den USA. Auch Schwellenländer wie Brasilien und Pakistan sind dabei. Aus Deutschland kommen nur etwa zehn Prozent der Buchungen.

„Freiwilligenarbeit erlebt zurzeit einen richtigen Boom – und das weltweit. Viele junge Leute haben das Bewusstsein entwickelt, dass sie privilegiert aufwachsen und wollen keinen reinen Vergnügungsurlaub mehr machen, sondern denjenigen, denen es schlechter geht, etwas zurückgeben“, sagt Pascal Christiaens. In diesem Umdenken sieht er eine große Chance für sein Unternehmen: „In Zukunft möchten wir die erste und wichtigste Anlaufstelle für die Vermittlung von Freiwilligenarbeit sein.“
Dass das gelingen kann, glauben auch Investoren. In den Anfangsjahren haben die Gründer ihr Start-up aus Ersparnissen ausgebaut, mittlerweile finanzieren sie sich mit Hilfe von vier Münchner Business-Angels.