Worauf fußt die Investment-Entscheidung eines Wagniskapitalgebers? Ist das Gründerteam wichtiger als die Business-Idee? Experte Florian Heinemann gibt Antwort.

Montag ist Kolumnentag bei WiWo Gründer. Regelmäßig gibt an dieser Stelle das Team des Start-up-Investment-Fonds Project A sein Wissen weiter und beantwortet Fragen unserer Leser. Für den aktuellen Beitrag stand Florian Heinemann vor der Kamera. Er ist Mit-Gründer und Geschäftsführer von Project A. Davor war der WHU-Absolvent lange Geschäftsführer bei Rocket Internet und half unter anderem dabei Zalando groß zu machen. Heinemann wird auch auch gern “Online-Marketing-Guru” genannt. In seiner Videokolumne gibt er sein Wissen weiter.

In der heutigen Folge beantwortet er die Frage, was in Augen der Experten bei einer Investmententscheidung wichtiger ist: Die Gründerpersönlichkeit oder die Business-Idee.

  1. Die Antwort auf die Frage hängt von der Phase des Investments ab. Gerade am Anfang liegt das Hauptaugenmerk auf dem Team und dessen fachlichem Können, aber vor allem auf dessen Persönlichkeitsstruktur: Können die Gründer eine schlagkräftige Einheit bilden und das Start-up voranbringen?
  2. Das Business-Modell an sich ist in einer sehr frühen Phase im Detail gar nicht sonderlich relevant. Die Investoren wollen vielmehr wissen, ob die Gründer ein wichtiges, bestehendes Problem lösen. Trifft das zu, wird sich für das Start-up in den meisten Fällen auch eine adäquate Monetarisierung finden.
  3. Je weiter das Start-up in der Entwicklung voranschreitet, desto mehr tritt die Beurteilung des Teams hinter  der Faktenebene zurück. Im Fokus stehen nun konkrete Fragen wie: Welche Umsätze werden erzielt? Wie zufrieden sind die Kunden? Wie erfolgreich ist die Skalierung?

Welche Themen würden Sie in den kommenden Folgen interessieren? Was würden Sie gern von Anton Waitz und seinen Kollegen wissen? Schreiben Sie Wünsche gerne in die Kommentare oder an gruender@wiwo.de unter dem Stichwort „Project-A-Kolumne“.