Diese Frage hat sich auch Tobias Thüner, Geschäftsführer vom Start-up Steakschmiede gestellt. „Die Leute sind noch sehr konservativ und vorsichtig“, sagt Thüner. Laut seiner Einschätzung liegt es nicht an den Preisen. Die Kunden seien bereit für gute Qualität diesen Preis zu zahlen. Rund 30 bis 50 Euro kostet beispielsweise eine T-Bone-Steak vom Angus Rind in den Online-Shops.

Die Steakschmiede ist frisch im Geschäft: 2015 gründete Thüner das Start-up, gemeinsam mit fünf Studienkollegen, nach einem Business-Wettbewerb an der Uni. Mittlerweile führen sie das Unternehmen zu dritt. Ihre erste Idee: Kochboxen nach dem Prinzip von „Hello Fresh“. Daraus entstand schließlich die Steakschmiede.

Optimismus trotz schwachem Umsatz

Mit dem Catering und dem Offline-Handel in ihrer Filiale in Düsseldorf, verdienen sie am meisten, so Thüner. Online verzeichnet das Start-up noch kein umsatzstarkes Geschäft: Nur 2 Prozent vom Gesamtumsatz erwirtschaftet das Online-Geschäft. Damit das in Zukunft besser wird, sei ein aufwändiges Marketing notwendig. „Auf Facebook und Google haben wir das bereits versucht“, sagt Thüner. Dennoch will das Start-up am Online-Shop festhalten.

Denn die Anbieter sind überzeugt: Der Online-Fleischhandel wird in Zukunft weiterwachsen. Der Fleischerverband Nordrhein-Westfalen hat Markt bereits ebenfalls erkannt: Er verleiht seit einigen Jahren den „Internet World Shop-Award“. 2017 ging dieser wiederholt nach Mönchengladbach. Das Team von Gourmetfleisch feierte das stilecht, mit einer Grillparty für alle Mitarbeiter.