Absagen oder durchziehen? Dienstreise oder Home Office? Die Zahl der Entscheidungen nimmt gerade rapide zu – eigentlich der Alltag für Gründer. Die Start-up-Woche im Newsletter.

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Liebe Leserin, lieber Leser,

diesen Tagen lässt sich besonders gut beobachten, wie schwierig es ist, Entscheidungen zu treffen. Muss man eine Veranstaltung absagen – trotz hoher Verluste für alle Beteiligten? Sollte man eine Dienstreise lassen – obwohl sie für das Gelingen eines Projekts unerlässlich scheint? Und kann man das ganze Unternehmen ins Home Office schicken – oder fehlen dafür sowohl Tools als auch Übung?

Auch bei vielen Start-ups sorgt das Coronavirus aktuell dafür, dass mehr unangenehme Entscheidungen als sonst auf dem Tisch liegen. Das generelle Abwägen zwischen Argumenten, ob zu Investments oder Strategien, gehört aber zum Alltag. Uze Mobility biegt aktuell etwa mit dem Geschäftsmodell scharf ab. Statt einer eigenen Flotte an E-Transportern setzt das ehrgeizige Unternehmen jetzt doch auf ein asset-armes Marktplatzmodell. Bei uns berichtet Chef Alexander Jablovski, wie es zu diesem Umdenken kam.

Sprach-Multitalent Ehsan Allahyar Parsa hatte sich vor laufender Kamera für Investor Frank Thelen entschieden. Doch nach der Aufzeichnung von „Die Höhle der Löwen“ kam dann doch kein Deal zustande. Im Interview erzählt Parsa, warum er auf die Finanzkraft verzichtet: „Ich gehe einen langsamen Weg, aber ich hoffe, er ist nachhaltiger.“

Entschieden hat sich auch Planradar: Das stetig wachsende Proptech hat nun auch US-Investoren an Bord. Aus strategischen Gründen: Das Start-up hofft neben dem Kapital auf wertvolles Know-how von anderen Portfoliounternehmen. Wenn auch der Austausch mutmaßlich erst einmal per Videokonferenz stattfinden wird.

Alles Gute und lesen Sie doch mal rein,
Miriam Binner, Marie-Charlotte Maas, Steffen Ermisch und Manuel Heckel

Storys der Woche

Klima Metrix: Start-up zeigt Firmen den CO2-Fußabdruck auf
Mit Software zu mehr Klimadaten: Die Berliner automatisieren das mühsame Zusammentragen von Informationen. Die werden immer häufiger vom Markt oder Behörden eingefordert. Auch andere Start-ups wollen helfen. Jetzt lesen

Solvemate: Chatbot-Entwickler sichern sich millionenschwere Förderung
Das Berliner Start-up will mit seiner Technologie den Kundenservice kleiner und mittlerer Unternehmen verbessern. EU-Mittel sollen dabei helfen, natürliche Sprache zu verstehen. Jetzt lesen

Zahl der Woche

1,7
Millionen Menschen werden in Deutschland jährlich wegen Herz-Kreislauf-Problemen im Krankenhaus behandelt. Das Start-up Iatros will eine virtuelle Herzklinik aufbauen – und so die außerklinische Überwachung von Patienten verbessern. Dafür gibt es jetzt eine Anschubfinanzierung über zwei Millionen Euro.

Start-up der Woche

Cosi Group: „Die erste Hotelkette fürs digitale Zeitalter“
Im Elevator Pitch tritt heute die Cosi Group an. Das Start-up will personalintensive Arbeit in Hotels durch Apps ablösen. Wie urteilt Investor Frank Thelen? jetzt lesen

Presseschau

Krise: Investoren mahnen Start-ups, die Ausgaben in den kommenden Wochen intensiv im Blick zu haben.

Einhorn: Welche deutschen Start-ups den Sprung zur Milliardenbewertung schaffen könnten.

Region: Auch in Bruchsal tüfteln Start-ups an neuen Ideen – und haben dafür einen gemeinsamen Ort.

Beteiligung: In Deutschland beteiligen Start-ups eher selten ihre Mitarbeiter. Warum ist das so?

Schnellboot: Siemens will mit der Einheit Next47 eigentlich nah ran an Start-ups. Doch so richtig scheint das noch nicht zu gelingen.

 

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