Landpack

Der Boom des Onlinehandels produziert einen unschönen Nebeneffekt: Verpackungsmüll. Schlimmer noch als die Massen an Kartons sind dabei die Berge von Styropor. Um die gepressten weißen Perlen herzustellen, ist Erdöl notwendig, das Recycling ist kompliziert. Das Start-up Landpack aus Puchheim bei München hat eine ökologische Alternative entwickelt – und nutzt einen Rohstoff, der früher so verbreitet war wie heute Styropor: Stroh. „Das ist die erste Verpackung weltweit, die man auf dem Kompost im Garten entsorgen kann“, sagt Gründer Thomas Maier-Eschenlohr. Gemeinsam mit seiner Frau Patricia produziert er Versandboxen aus gepresstem Stroh.

Zielgruppe sind vor allem Unternehmen, die Lebensmittel verschicken. „Stroh ist nicht nur ein perfekter Dämmstoff, sondern auch stoßdämpfend und reguliert Feuchtigkeit“, sagt Maier-Eschenlohr. Inzwischen war die von ihnen entwickelte Verpackung bereits mehrmals in der beliebten Gründer-Show „Die Höhle der Löwen“ auf Vox zu sehen, weil viele Lebensmittel-Start-ups die Boxen aus gepresstem Stroh benutzen. Aber auch große Unternehmen wie Alnatura und der Feinkosthändler Käfer gehören zu den Kunden von Landpack.

Schwerer als die Kundengewinnung war es, genügend Verpackungen in großer Stückzahl zu produzieren. Denn die dafür nötigen Maschinen musste das Start-up selbst entwickeln. Doch auch dieses Problem ist nun gelöst. Kürzlich nahm das Gründerpaar eine neue Produktionsanlage in Betrieb.