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Miriam Wohlfarth von Ratepay (Foto: Pressebild)

Bereits 2009 gründete Miriam Wohlfarth – gemeinsam mit Alexis Giesen und Michael Röbbecke – in Berlin das Start-up Ratepay, ein Dienstleister für sicheres und einfaches Bezahlen im Internet.  Im Unternehmen verantwortet sie die Bereiche Marketing und Vertrieb. Im Interview erklärt sie, wie langfristiger Erfolg möglich wird.

Was heißt es, als Frau zu gründen?
Es bedeutet leider immer noch, sich mit dieser Frage auseinander zu setzen. Ich hoffe, dass es in der Zukunft keine Rolle mehr spielt Frau oder Mann zu sein. Erfolgreiches Gründen entsteht durch Begeisterung und die Fähigkeit umzusetzen und durchzuhalten. Das ist nicht geschlechtsspezifisch. Wir müssen stereotypes Denken ändern, daher kann ich Frauen nur raten, keine Angst vor Männerdomänen zu haben.

Was raten Sie jungen Frauen, die Angst vor dem Gründen haben?
Sich die Frage stellen, was habe ich zu verlieren und was kann ich gewinnen. Die Verlustfrage ist gerade bei jungen Frauen in der Regel nicht so existenziell. Mit Anfang 20 hat man weniger finanzielle Verpflichtungen und wenn man kinderlos ist, auch mehr Zeit. Finanzielle Einbußen kann man leichter verkraften und ein erhöhtes Arbeitspensum muss man nicht mit einer Familie koordinieren.

Der Gewinn ist groß! Man lernt man die Dinge nicht nur einseitig zu betrachten, man erlebt echtes „learning by doing“ und entwickelt Ausdauer und Eigenmotivation. Dadurch wächst die Persönlichkeit und das Selbstbewusstsein. Das wiederum ist die beste Grundlage für langfristigen Erfolg.

Wo wollen Sie mit Ihrem Unternehmen hin?
Wir sind heute 80 Mitarbeiter, haben Großes vor und wollen weiter wachsen. Der Enthusiasmus aus der Gründungsphase bricht nicht ab, sondern überträgt sich auch auf die Mitarbeiter, welches sich in unseren Werten wiederspiegelt. So haben wir es geschafft in fünf Jahren einer der führenden Anbieter im Bereich Zahlungssysteme in Deutschland zu werden.