Im Elevator Pitch der WirtschaftsWoche treten heute die Gründer von Mirrads, Andreas Kerscher, Peter Stahr und Markus Seitle, an. Sie nutzen smarte Spiegel, um digitale Werbung auszuspielen. Wie urteilt Investorin Andrea Kranzer?

Eine halbe Minute mit Investorin Andrea Kranzer im Fahrstuhl: Wie lautet euer Elevator Pitch?
Menschen schauen regelmäßig in einen Spiegel. Dort bekommen wir ihre Aufmerksamkeit. Unsere Smart Mirrors, die wir in Restaurants oder in Messe- oder Event-Locations aufhängen, sind ideale digitale Werbeflächen. Wir können darauf auch wechselnde Hologramme erzeugen.

Wie seid ihr auf die Idee gekommen?
Wir haben während unseres Designstudiums die Idee eines digitalen Türsschilds verfolgt, auf dem man Werbung einblenden kann. Dabei hatten wir den Einfall, Hologrammflächen in Spiegel einzubauen. Sie erzeugen eine Art 3-D-Effekt, wenn man darauf schaut.

Und wie verdient ihr damit Geld?
Wir verkaufen die Spiegel, kümmern uns aber auch um die Wartung und helfen bei technischen Problemen. Zudem vermieten wir Werbeflächen auf bereits installierten Smart Mirrors in bestimmten Regionen, wenn ein Kunde nicht gleich einen Spiegel für sein Geschäft kaufen möchte. So können wir für jeden Kunden eine passende Lösung finden.

Eure Kultur ist:
a) perfektionistisch wie bei Apple
b) nerdig wie bei Google
c) gnadenlos wie bei Uber
d) …
… locker, kreativ und effizient.

Wie sieht es mit Vielfalt in eurem Unternehmen aus?
Wir sind noch ein sehr kleines Team, bestehend aus fünf Männern. Aber wir beschäftigen hin und wieder auch mal Praktikantinnen.

Was war euer größter Rückschlag?
Vergangenen Sommer haben wir die Businessbereiche eines Fußballstadions mit unseren Spiegeln ausgestattet. Weil wir ziemlich viele Auflagen erfüllen mussten, lief uns am Ende die Zeit davon. Wir hätten den Plan fast nicht einhalten können.

Wo steht ihr in fünf Jahren?
Wir sind dann europaweit Marktführer bei Smart Mirrors. Viele bedeutende Stadien, Clubs und Messegelände sind mit unseren Spiegeln ausgestattet. Außerdem ist die Technik weltweit bekannt.

Fakten zum Start-up

Kunden: 40 Werbeflächen- und Hardwarekunden
Finanzierung: Eigenkapital, studentische Wettbewerbe
Gründung: 2017 in Ingolstadt
Mitarbeiter: 3 Gründer, 2 Angestellte und zeitweise Praktikanten

Würde der Profi investieren?

Idee: 3/5
Geschäftsmodell: 3/5
Timing: 3/5

Urteil: “Smart Mirrors werden in Hotels eingesetzt, um Nachrichten zu zeigen. Ein Spiegel als Werbemedium – das ist für mich kein ausreichend großes Alleinstellungsmerkmal. Ich würde nicht investieren.”
Andrea Kranzer, Business Angel und Mitgründerin des Life-Science-Investorennetzwerkes Angels4Health

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