Wie sind Sie damit umgegangen?
Ich habe mir einen Steuerberater besorgt. Ohne den wäre das gar nicht gegangen. Mit Joventour muss ich zum Beispiel oftmals keine Umsatzsteuern zahlen, wenn ich in anderen Ländern eine Bustour veranstalte. Wenn ich aber eine Provision erhalte, weil ich einen Flug ab Deutschland vermittelt habe, dann schon.

Aber es gibt ja auch Probleme, die sich nicht so einfach lösen lassen…
Ja, das stimmt. In dieser Saison sind wir zum Beispiel komplett in die Euro-Dollar-Falle getappt.

Was meinen Sie damit?
Die Deutschen buchen ihre Reisen sechs bis neun Monate im Voraus. Wir zahlen die gebuchten Leistungen aber  frühestens erst 30 Tage vor Urlaubsantritt. Bei einem schwachen Euro zahlen wir drauf oder reizen zumindest die komplette Marge aus, wenn die Reise ursprünglich zu einem starken Euro-Kurs an den Kunden verkauft wurde.

Wie stark wirkt sich das auf Ihre Umsätze und Ihre Gewinne aus?
Die Umsätze sind zurzeit sechsstellig und sie werden auch 2015 weiter steigen. Aber es wird in diesem Jahr eben keine Gewinne geben.

Wer kümmert sich um das Unternehmen, wenn Sie fliegen?
Zwei freie Mitarbeiterinnen, die aber beide nicht im operativen Geschäft sind. Eine der beiden kümmert sich komplett um Social Media und Marketing und die andere darum, dass die Reisen und Informationen, die wir aus Südamerika bekommen, verkaufsfertig werden. Die beiden gehen auch mal ans Telefon, aber normalerweise machen das eher meine Kollegen in meiner Bürogemeinschaft in Düsseldorf. Und ich beantworte natürlich auch die eine oder andere E-Mail, wenn ich meine Flüge hinter mir habe.

Was hält Ihr Arbeitgeber von ihrer Gründung?
Er hat kein Problem damit, wünscht aber eine klare Trennung der zwei Tätigkeiten.