Dass Lotao Produkte unter ökologisch und sozial nachhaltigen Aspekten produziert werden, ist auch für Stefan Fak ein wichtiger Punkt. Er ist überzeugt davon, dass die Menschen genau danach suchen: „Nach etwas, das zwischen dem industriellen Einheitsbrei im Regal hervorsticht. Wir sprechen Menschen an, die gute und hochwertige Lebensmittel schätzen, die offen für neue Erfahrungen sind und Verantwortung für die Herkunft der Lebensmittel übernehmen möchten.“ So wandert mit jeder Bestellung auf auch ein gutes Gefühl in den Einkaufskorb.

Wer so denkt ist auch bereit dafür zu zahlen. „Die Leidenschaft für diese Nischen-Produkte ist bei einigen Menschen größer als die Preis-Sensibilität“, sagt Florian Becker. Für eine bestimmte Gruppe von Menschen ist Essen zum Statussymbol geworden. Diese Kundengruppe sucht oft gezielt nach bestimmten Produkten im Internet, sie tauscht sich in Blogs und Foren darüber aus und macht neue Marken so bekannt, ohne dass diese viel Geld in Werbung investieren muss.

Doch der Geschmack und die Herkunft der Produkte sind es nicht alleine. Zum Erfolg gehört auch das richtige Design. Das Auge isst – und trinkt – bekanntlich mit: „Wir wollten eine junge Zielgruppe ansprechen und ihnen Tee als etwas präsentieren, das Spaß macht“, sagt Felix Ilse. Der Tee sollte raus aus der Öko-, rein in die Trend-Ecke. „Wir verkaufen mit Teatox weit mehr als heißes Wasser mit Geschmack. Es geht um einen bewussten Lebensstil, bei dem Tee als gesunder Begleiter vorkommt“, sagt Felix Ilse. Auch der Reis von Stefan Fak wird in schicken, schwarzen Kartonagen mit Schleife geliefert. Langweilige, billig aussehende Verpackungen kommen bei einem Premium Produkt nicht in Frage.

Stefan Fak feiert dieses Jahr mit Lotao den fünften Geburtstag. Seine Produkte kann man mittlerweile in über zehn EU-Ländern und in den USA und in Kanada kaufen – online, aber auch in ausgewählten Lebensmittelläden, wie Feinkost Käfer, Galeries Lafayettes und dem KaDeWe. Das Portfolio wurde erweitert, es gibt Kokosnussöl, Kokosblüten-Zucker, Fleur de Sel aus Bali und bald sogar vegane, glutenfreie Reisnudeln. Auch Teatox arbeitet zurzeit an neuen Produkten, eineinhalb Jahre nach der Gründung expandieren sie bereits in weitere europäische Märkte.

„Der Zenit für Premium-Lebensmittel ist noch nicht erreicht“, sagt Florian Becker. „Ich bin überzeugt davon, dass der Trend weitergeht und die Gruppe derjenigen, die bereit ist viel Geld für hochwertige Lebensmittel auszugeben noch besser erschlossen wird. Und das gilt nicht nur für Tee oder Reis, sondern auch für vieles andere, etwa Schokolade und Nüsse, Pfeffer und Kaffee.“