Investoren stecken eine sechsstellige Summe in das Hamburger Unternehmen, das sich auf das Überwachen und Testen von Webseiten spezialisiert hat.

Knapp drei Jahre ist es her, dass Stefanie und Nils Langner beschlossen ihre Beziehung auf eine neue Ebene zu heben: Mit der Gründung ihres Start-ups Leankoala wurden aus dem Ehepaar Geschäftspartner. In ihrem Umfeld empfanden viele diesen Schritt als wenig sinnvoll, manche gar als verrückt, und rieten ihnen davon ab. Gehört haben die beiden nicht auf die Skeptiker. Ende 2016 starteten sie nebenberuflich und von ihrer Hamburger Wohnung aus das Software as a Service-Unternehmen, das sich auf das Überwachen und Testen von Webseiten spezialisiert hat. 

Seitdem ist viel passiert. Die Hauptjobs sind gekündigt, ein Büro gegenüber der Speicherstadt wurde bezogen, und eine Förderung durch das Innovationsprogramm InnoRampUp der Hamburgischen Investitions- und Förderbank in Höhe von 150000 Euro eingesammelt. Leankoala arbeitet mittlerweile für eine Reihe namhafter Kunden, darunter Verlage wie Gruner & Jahr und Bauer, Agenturen wie UDG, Interlutions, Fortuneglobe, Ministry Group bis hin zu weltweit tätigen E-Commerce-Anbietern und Corporate Websites. 

Finanzierung in sechsstelliger Höhe

Jetzt verkündete das Start-up den Abschluss einer Seed-Finanzierung in mittlerer sechsstelliger Höhe. Die genaue Summe wollte Stefanie Langner auf Nachfrage von WirtschaftsWoche Gründer nicht verraten. Das frische Kapital kommt von drei Investoren aus dem IT-Bereich, BrainWeb, pecunalta und AAK: „Web-Monitoring und -Testing sind tragende Säulen im Qualitätsmanagement von Online-Präsenzen. Leider werden sie aber zu oft stiefmütterlich behandelt, da sie recht aufwendig sind. Leankoala ändert dies und macht es Verantwortlichen sehr einfach, den Wert der Digitalprodukte zu sichern. Der Convenience-orientierte Ansatz von Leankoala ist aktuell einzigartig am Markt”, kommentiert Jochen Berger, Geschäftsführer der Brainweb Investment GmbH.

Vergrößerung des Teams geplant

Das Geld soll in die Produktentwicklung und das Wachstum der Firma fließen: „Wir vergrößern das aktuell fünfköpfige Team, wollen weitere Kunden für uns begeistern und Umfang und Tiefe der SaaS-Lösung weiter entwickeln. Gerade der Bereich E-Commerce bildet spannende Herausforderungen für uns ab“, sagt Stefanie Langner.

Die Konkurrenz scheut die Gründerin dabei nicht: „Natürlich gibt es in dem Bereich bereits Lösungen. Doch diese benötigen fast immer technisches Wissen und in vielen Fällen eigene Infrastruktur. Das bedeutet Aufwand und überfordert Shop- und Webseitenbetreiber schnell. Selbst für erfahrene Entwickler kann dies eine Herausforderung werden. Wir bieten eine schnelleren und gleichzeitig ebenso effektiven Ansatz.“