Die Bundesregierung hat angekündigt, beim Thema E-Government und digitale Verwaltung das Tempo zu erhöhen. Für Gründer wäre ein einfacher, transparenter und digitaler Prozess, um Mitarbeiter aus dem Nicht-EU-Ausland gewinnen zu können, eine große Hilfe. Schon heute beschäftigten Start-ups im Schnitt 18 Mitarbeiter.

Nur wenn Start-ups hierzulande schnell wachsen können, können wir das riesige volkswirtschaftliche Potenzial der Digitalwirtschaft wirklich nutzen. Andernfalls besteht die reale Gefahr, dass Wachstum anderswo stattfindet. Denn bei einigen unserer Nachbarn steht das Thema Fachkräftesicherung für die Digitalwirtschaft ganz weit oben auf der Agenda.

So ist in Frankreich die neue Regierung um Präsident Macron schon einen ersten Schritt weiter im Wettbewerb um die besten internationalen Tech-Talente. Mit dem „French Tech-Visa” können Start-up-Gründer, -mitarbeiter, und -investoren aus dem außereuropäischen Ausland unkompliziert eine Aufenthaltsgenehmigung und Arbeitserlaubnis für vier Jahre beantragen.

Ein solches „Tech-Visa” könnte auch Vorbild für eine deutsche Regelung sein – ein Visum, das sich gezielt an die Start-up-Branche richtet und nicht nur Fachkräften, sondern auch Gründern und Investoren eine einfache und schnelle Möglichkeit für eine Arbeitserlaubnis bietet. So entstehen Innovation, Wachstum und zusätzliche Jobs.