Das Jahr 2017 war auch das Jahr der de:hubs. Die Digital-Hub-Initiative des Bundeswirtschaftsministeriums, die auf einer Idee des Bitkom beruht, hat in diesem Jahr so richtig an Fahrt aufgenommen. Im Februar wurde der de:hub Mobility in München eröffnet, später im Jahr folgten unter anderem die Hubs zu Logistik in Hamburg und Dortmund. Der FinTech-Hub in Frankfurt, der gerade seinen einjährigen Geburtstag gefeiert hat, hat inzwischen schon ein Problem, das auch viele Start-ups kennen: Rasantes Wachstum und zu wenig Platz. Mit 65 fest eingemieteten Start-ups kommt man an seine Grenzen. Eine echte Erfolgsgeschichte!

Wenn Mittelständler auf Start-ups treffen

Die Idee hinter der de:hub-Initiative ist es einen Ort zu schaffen, an dem Großunternehmen, Mittelständler, Start-ups und Wissenschaftler gemeinsam an den Problemstellungen der jeweiligen Branche arbeiten und digitale Lösungen entwickeln. Aber ist das überhaupt notwendig? Haben nicht längst alle Unternehmen Kontakt aufgenommen, tauschen sich mit innovativen Tech-Start-ups aus oder arbeiten mit ihnen zusammen? Leider nein!

Schaut man zum Beispiel auf die Automobilindustrie, so stellt man fest: Sechs von zehn Automobilherstellern bzw. -zulieferern machen einer Bitkom-Umfrage zufolge einen Bogen um Start-ups und arbeiten immer noch nicht mit ihnen zusammen. Nur drei von zehn entwickeln zusammen mit Start-ups neue Produkte oder Dienstleistungen, 15 Prozent unterstützen Start-ups, etwa durch Förderprogramme. Gerade einmal sieben Prozent beziehen Produkte oder Dienstleistungen von Start-ups und nur zwei Prozent haben in Start-ups investiert.