Konkrete Beispiele gibt es – zum Glück – genügend. Im SAP IoT Start-up Accelerator etwa arbeiten SAP-Spezialisten mit Start-ups zusammen, um in den Bereichen IoT und digitale Logistikkette neue, innovative Ideen und Impulse zu bekommen. Eines der Start-ups, das in diesem Rahmen mit dem Software-Giganten aus Walldorf zusammenarbeitet, ist Synfioo. Inzwischen entwickeln SAP und Synfioo gemeinsam eine Komplettlösung für Kunden, die Echtzeit-ETA-Funktionen, also die geschätzte Ankunftszeit, lückenlos in der gesamten SAP-Systemlandschaft bereitstellt.

Wo etablierte Unternehmen auf Gründer treffen

Auch Vodafone sucht den Kontakt zu Start-ups. Im Rahmen eines “Innovation Cubes” suchte das Vodafone Germany IoT and Cloud Team Startups für eine Partnerschaft für eine IoT-Plattform im landwirtschaftlichen Bereich. Gefunden haben sie unter anderem das sächsische AgTech-Start-up fodjan. Das Start-up bietet seit 2014 Software im Bereich digitalisierte Landwirtschaft an und hat sich seitdem zur vernetzten Fütterungs-Plattform entwickelt. Die Mission: Jeden Landwirt durch den Zugang zur Digitalisierung erfolgreicher machen.

Inkubatoren, Accelerator-Programme, Start-up-Förderprogramme: Nicht jedes Unternehmen braucht gleich ein eigenes Förderprogramm, um mit Start-ups in Kontakt zu kommen. Dafür gibt es zahlreiche Events, die etablierten Unternehmen die Chance bieten, Start-ups und ihre Ideen kennenzulernen. Tech-Konferenzen, kleine und große Roundtables, Start-up-Nights.

Viel zu oft werden Start-ups nicht ernst genommen

Zu oft gibt es heutzutage leider noch Vorurteile im Mittelstand gegenüber Start-ups. Ihnen wird nachgesagt, nicht viel vom Markt zu verstehen oder schon bald sowieso wieder verschwunden zu sein. Noch viel zu oft werden sie nicht ernst genommen. Aber auch vice versa gibt es das Problem: Startups finden Mittelständler oft abgehoben und zu konservativ, zu vorsichtig, zu wenig offen für neue Ideen. Vorurteile gilt es also auf beiden Seiten abzubauen.

Wie kann das gelingen? Ganz einfach: Wenn beide Seiten mit Offenheit aufeinander zugehen. Dabei gilt: Bitte Start-ups nicht nur besuchen, weil es gerade hip und angesagt ist – sondern, um gemeinsam die Digitalisierung voranzutreiben und gemeinsam die digitale Zukunft zu gestalten.