Kunstseminare, Schaufeln für Katzenstreu, elektrische Zahnbürsten: Mit diesen Ideen buhlen Start-ups heute um die Gunst der TV-Investoren.

Noch immer keine Müdigkeit bei den Zuschauern: Mit einem Marktanteil von 16,8 Prozent bei den 14- bis 59-Jährigen hat „Die Höhle der Löwen“ in der vergangenen Woche einen neuen Quoten-Rekord erzielt. Die Deal-Quote lag indes bei 50 Prozent.

Eine Chance auf neue Bestwerte haben heute Abend sechs Start-ups, die vor eine leicht veränderte Jury treten. Der Medienunternehmer Georg Kofler vertritt im „Löwen“-Rudel von Folge acht Judith Williams. Wir verfolgen die Sendung heute Abend ab 20 Uhr im Liveblog und sammeln die besten Reaktionen aus dem Netz. Hier schon alle Ideen im Kurzüberblick:

ArtNight
Mit „ArtNight“ den Pinsel schwingen: Aimie-Sarah Henze (28) und David Neisinger (29) organisieren Mal-Workshops in Bars und Restaurants, bei denen Kunden unter Anleitung lokaler Künstler ein Meisterstück erschaffen. Was nach einer netten Abendunterhaltung klingt, ist laut den Gründern ein großes Geschäft, denn auf ihrer Online-Plattform vermarkten sie Events und verkaufen Tickets in ganz Deutschland. Ihr Ziel: „Die größte Plattform für kreative Erlebnisse in Europa zu sein“, so die Berlinerin. Um das zu erreichen, benötigen die beiden Gründer ein Investment von 150.000 Euro und bieten im Gegenzug eine Beteiligung von zehn Prozent an „ArtNight“.

Keddii Scoop
Die „Löwen“ auf die Schippe nehmen will Ali Dilgin. Der Imbiss-Verkäufer und Tierfreund aus Berlin tüftelt seit einigen Jahren in jeder freien Minute an Keddii Scoop. Dahinter steckt eine neue Schaufel für Katzenstreu. Mit seiner Erfindung kann der 37-Jährige unterschiedlichste Streuarten sieben und kommt nicht in Berührung mit der benutzten Streu. Alle seine Ersparnisse flossen in die Herstellung eines einzigen Prototyps. Für die Produktion und Vermarktung seiner Katzenschaufel benötigt er 100.000 Euro und bietet 30 Prozent seiner Firmenanteile an.

No Limit
Entspannung und Mentaltraining leichtgemacht: Das versprechen Norman Alexander (27) und Cemal Osmanovic (59) aus Schweinfurt. Der „Mindhacker“ und der Persönlichkeitstrainer haben mit „No Limit“ eine App entwickelt, die sich einfach in den Alltag integrieren lässt. Jeder User bestimmt individuell seinen Schwerpunkt. Angebotene Themen sind beispielsweise Leben, Arbeit, Gesundheit oder Liebe mit je 21 Audiofiles à 15 Minuten. Für den Kapitalbedarf von 250.000 Euro bieten sie 15 Prozent ihrer Firmenanteile an.

Manplan
Das Einstecktuch feiert aktuell seine Wiedergeburt. 20 verschiedene Falttechniken gibt es für das klassische Männer-Accessoire, doch egal welche Form man wählt, keins bleibt den ganzen Tag in Form. Abhilfe verspricht nun Manuel Planella (38): Sein Einstecktuchhalter beruht zwei Federstahlbänder, für die nötige Spannung sorgen. Umgeben von hochwertigen Materialien fügt er sich passgenau in jedes Jackett. Noch steht der ehemalige Autoverkäufer und leidenschaftlicher Anzugträger mit seiner Firma Manplan in Bielefeld ganz am Anfang. Das soll sich nun ändern. Für 75.000 Euro ist er bereit, zehn Prozent an seiner Firma abzugeben.

Teefee
Marco Rühl (39) und Jill-Evelin Erlach (37) haben gemeinsam ihre Firma Teefee gegründet, in der sie zuckerfreie Bio-Kinderlebensmittel herstellen. Dabei verwenden sie ein besonderes Wunderkraut aus Jills paraguayischer Heimat: das Steviablatt. Alle ihre Produkte enthalten dieses Blatt und das macht sie nicht nur süß, sondern auch gesund. Stevia enthalte sei kariesvermeidend und blutzuckersenkend, erklärt Jill-Evelin Erlach. Ihre Produkte sollen vor allem eine Alternative zu Limonaden und Säften sein. Um ihr Feenreich noch größer werden zu lassen wollen die Frankfurter eine Million Euro – und bieten dafür ein Viertel ihres Unternehmens an.

Happybrush
Frischen Wind in eine angestaubte Branche wollen Florian Kiener (32) und Stefan Walter (35) mit Happybrush bringen. Ihr Produkt: eine elektrische Zahnbürste, die mit Schall-Technologie für hocheffektive Vibrationen und eine sanfte Reinigung sorgen soll. Außerdem hat Happybrush einen integrierten Timer sowie einen leistungsstarken Akku; die Aufsteckbürsten sind rund ein Drittel günstiger als die Produkte der Konkurrenz. Seit Oktober 2016 ist Happybrush nun auf dem Markt, doch besonders für den Vertrieb und die Produktion wäre ein Investor hilfreich. In der „Höhle der Löwen“ bieten sie zehn Prozent ihres Münchener Start-ups für 500.000 Euro Kapital an.