Die Company Builder

Sie suchen keine Start-ups, sondern Gründer mit und ohne Ideen, die mithilfe der Firma umgesetzt werden.

Im Gegensatz zu Inkubatoren und Acceleratoren funktionieren Company Builder, auch start-up factories genannt, etwas anders. Wie der Name schon suggeriert, bauen sie ihre eigenen Start-ups. Ideen werden firmenintern entwickelt und großgezogen. Dabei fokussiert sich der Company Builder meist auf eine Branche und kann seinen Start-ups leicht Reichweite verschaffen. Manche Company Builder sind allerdings auch für Ideen von außen offen. Wird diese angenommen, so bekommt man ein Team zur Seite gestellt und bleibt immerhin Mitgründer.

Ob der Gewinn an Sicherheit den Verlust an unternehmerischer Freiheit aufwiegt, bleibt jedem selbst überlassen. Erfolg haben Company Builder aber trotzdem: Zu dem bekanntesten deutschen Company Builder Rocket Internet gehört ein Großteil der deutschen Einhörner, die in der Erhebung von GP. Bullhound (.pdf) verzeichnet sind.

Vorteile der Company Builder

  1. Zugriff auf große Ressourcen
  2. Skalierungseffekte

Nachteile der Company Builder

eventuell weniger unternehmerische Freiheit

Beispiele bekannter Company Builder

FinLeap

Das Unternehmen hat sich auf den FinTech-Bereich spezialisiert und lockt damit, das eigene Start-up mit FinLeap zu gründen und innerhalb von maximal sechs Monaten großzuziehen. Gründer werden mit Expertise, Bewerbern oder Finanzierung unterstützt. SolarisBank oder valendo sind Beispiele aus dem Portfolio.

Hanse Ventures

Das Unternehmen bezeichnet sich selbst als institutionellen Co-Gründer, der „neue Geschäftskonzepte im Bereich Internet und Mobile“ entwickelt und mit Gründern von außen verwirklicht. Alternativ gibt es alle drei Monate einen Pitch, bei dem die eigene Idee vorgestellt werden kann. Bekannte Start-ups aus dem Portfolio sind Hochzeitsplaza oder pflege.de.

Rocket Internet

Erprobte Konzepte in neue Märkte bringen – das ist das Prinzip von Rocket Internet. Durch Größe und Struktur ist es dem Konzern eigener Angabe zufolge möglich, neue Unternehmen in weniger als 100 Tagen auf den Markt zu bringen. Bekannte Rocket-Firmen sind: HelloFresh, home24 oder foodpanda.