Die Acceleratoren

Acceleratoren sind zeitlich begrenzte Programme. Reizvoll sind diese Programme vor allem für sehr junge Start-ups, die möglichst schnell vorankommen möchten.

Wie der Name schon erkennen lässt, geht es bei Acceleratoren um Geschwindigkeit. Das Hauptmerkmal ist die begrenzte Dauer des Förderprogramms (in der Regel um die drei Monate). Während dieser Zeit erhalten die Teilnehmer Mentoring, Finanzierung und Arbeitsräume – ähnlich wie bei einem Inkubator. Durch die verkürzte Dauer erhöht sich allerdings die Intensität.

Während der Inkubator eine schützende Umgebung bietet, gleicht der Accelerator einem Survival Camp, das auf die Marktreife des Produkts hinwirkt: Mehr Mentoring, mehr Fortschritt und höhere Arbeitsbelastung. Die Förderung endet mit einem Pitch Event, bei dem die Start-ups sich potenziellen Investoren vorstellen.

Ähnlich wie bei den Inkubatoren gibt es sowohl Acceleratoren, die als Gegenleistung Firmenanteile fordern, als auch solche, deren Teilnahme an keine Bedingungen geknüpft ist

Vorteile der Acceleratoren

  1. viel Kontakt und Vernetzung mit anderen Start-ups
  2. viel Weiterentwicklung in kurzer Zeit

Nachteile der Acceleratoren

  1. teilweise hohe Belastung
  2. weniger enge Beziehung zum Förderer als bei Inkubatoren

Beispiele für Acceleratoren

Axel Springer Plug and Play Accelerator

Der Axel Springer Konzern setzt, genau wie Daimler, auf eine Kooperation mit Plug and Play. Dementsprechend ähnlich ist das Konzept: 100 Tage, Finanzierung im Austausch gegen Anteile und Unterstützung durch Know-how und Mentoring. Genaue Vorgaben zur Branche gibt es nicht. Zusätzlich zur Förderung bietet der Accelerator auch ein Alumni-Netzwerk.

German Accelerator

Er will deutsche Unternehmen zu Weltmarktführern machen. Dafür müssen teilnehmende Start-ups nichts bezahlen – das Bundeswirtschaftsministerium ist zusammen mit anderen Partnern Träger des Programms. Es umfasst zwei Sparten: Tech und Life Sciences. Die Förderung findet in den USA statt, eine der Voraussetzungen ist, dass das Produkt Relevanz für den dortigen Markt besitzt.

Start-up Autobahn

Daimler hat nun auch seinen eigenen Accelerator: Start-up Autobahn. Das in Stuttgart angesiedelte Projekt soll internationale Start-ups im Bereich Mobility nach Deutschland locken. Den ausgewählten Start-ups stehen 100 Tage lang Ausrüstung, Expertise und Kontakte zur Verfügung. Eine Finanzierung erfolgt entweder im Austausch gegen Anteile oder nach individueller Verhandlung. Besonders reizvoll: Die Möglichkeit für gute Start-ups, anschließend drei weitere Monate im Silicon Valley zu verbringen.