Hellofresh hat in dieser Woche seine Umsätze veröffentlicht – und es sieht gut aus für das Start-up aus dem Hause Rocket Internet. Die Erlöse sind nach Unternehmensangaben im ersten Halbjahr um 408 Prozent auf 112,5 Millionen Euro gestiegen. Die Zahl der Abonnenten sei von 173.000 Ende 2014 auf nunmehr 420.000 gewachsen.

Und auch für ein weiteres Start-up aus dem Lebensmittelbereich läuft es gut: Kukimi, das Diät-Fertiggerichte liefert, sammelt eine siebenstellige Summe, unter anderem vom High-Tech-Gründerfonds, ein. Das Geld soll in die Expansion, die Produktentwicklung und andere Marketingmaßnahmen investiert werden. Das Start-up wurde 2014 von Laurent Kaestli, Daniel Verst und Laura Kroth gegründet. Lieferdienste scheinen ein Trend zu bleiben.

Eine siebenstellige Summe gab es auch für das Online-Umzugsunternehmen Movinga. In das Berliner Start-up investierte der Global Founders Capital, an dem auch zwei der Samwer-Brüder beteiligt sind. Mit dem Geld will Movinga nach Italien, Belgien, die Niederlande, Luxemburg und nach Skandinavien expandieren. Schon jetzt hält das Start-up nach eigener Aussage die Marktführerschaft in fünf Ländern.

Insgesamt blicken die deutschen Start-ups positiv in die Zukunft: Sie wollen im nächsten Jahr knapp 50.000 neue Stellen schaffen. In den kommenden zwölf Monaten plant ein Unternehmen im Mittel mit acht neuen Mitarbeitern. In Berlin wollen die Start-ups durchschnittlich sogar zwölf neue Jobs kreieren. Das geht aus dem „Deutschen Start-up Monitor 2015“ hervor, der am Dienstag vorgestellt wurde. „Wir gehen davon aus, dass das noch eine konservative Rechnung ist“, sagt Florian Nöll, Vorsitzender des Bundesverbands Deutscher Start-ups, der die Studie mitinitiiert hat. Das sind auch gute Aussichten für die deutsche Wirtschaft.