Hardware ist schon kompliziert genug, auch ohne das schwer prognostizierbare Verhalten der Konsumenten. Bei Point Nine fällt es uns aufgrund unserer Erfahrung leichter, B2B-Modelle zu verstehen und wir haben sehr früh in heute bedeutende Software-as-a-Service-Unternehmen (SaaS) investiert. Als wir damit begannen, uns mit Hardware-Themen auseinanderzusetzen, haben wir versucht unsere Erfahrungen von SaaS auf Hardware zu übertragen:

  • Geschäftsmodelle mit wiederkehrenden Einnahmen / Abogebühren
  • Direkte Online-Vertriebskanäle – content marketing, SEM etc.
  • Produkte, die „beinahe Software“ sind – wo also die Intelligenz im Software-Teil steckt und weniger im Hardwaregerät selbst

Unsere ersten Hardware-Investments

Doch wir wollen uns an unseren Taten messen lassen und die Theorie auch mit konkreten Beispielen unterfüttern. So haben wir diesen Sommer bereits zwei der ersten Hardware-Investments von Point Nine bekannt gegeben:

Automile.io – alle Autos vernetzt

Jens und sein Team haben uns sehr beeindruckt – gemeinsam haben sie eine elegante, simple und einfach zu bedienende “API-first”-Lösung entwickelt, um große Fahrzeugflotten zu managen.

Das Potenzial ist klar: Autos und LKW sind ein integraler Bestandteil unserer Transportinfrastruktur. Das Produkt von Automile ist fantastisch und das Team einzigartig.

Kisi – vergiss die Schlüssel

Bernhard und sein Team haben eine Lösung entwickelt, die es Unternehmen ermöglicht, den Zugang zu ihren Gebäuden mit einem Gerät zu kontrollieren, das wir immer bei uns tragen: dem Smartphone. Natürlich stellt das System auch eine API zur Verfügung, die es möglich macht, sofort virtuelle Schlüssel mit oder ohne Ablaufdatum zu erzeugen.

Was haben beide Unternehmen gemeinsam?

Wir haben dieselben Kriterien zugrunde gelegt, die wir bei der Einschätzung anderer Investments anwenden:

  1. Attraktive Märkte: Beide greifen große, vielversprechende B2B-Märkte an
  2. Ansprechende Produkte: Bei Hardware ist es, wie bereits erwähnt, viel schwieriger, ein Produkt zu bauen, das von Beginn an einfach funktioniert. Atomile und Kisi haben es beide geschafftt. Es funktioniert, ist intuitiv in der Benutzung und sehr leicht zu integrieren.
  3. Frühe Nutzung: Beide Start-ups haben es geschafft, früh Nutzer zu gewinnen, beide haben begeisterte “early adopters” und, was noch spannender ist, beide haben einen Weg gefunden, direkt online an ihre Endkunden zu verkaufen und so einen interessanten, skalierbaren Vertriebskanal erschlossen.

Alle drei Aspekte sind das Ergebnis eines sehr talentierten Teams, das es schafft, auf schlanke Art und Weise ein kommerzielles Produkt zu bauen.