„Wir hoffen es mit dem Namen passend getroffen zu haben“, sagt Franken und weist in Richtung der alten, roten Backsteinhäuser der historischen Hamburger Speicherstadt, an die sich die neuere Hafencity anschließt. Die Tour beginnt am Brooktorkai, direkt vor dem frisch bezogenen Büro der Firma, und führt durch die Hafencity entlang nach Rothenburgsort, bis sie schließlich in Entenwerder aufs Wasser wechselt.

„Wir haben uns bewusst dafür entschieden Elbe aufwärts zu fahren, Richtung Tiefstack, in die Billwerder Bucht“, erklärt Franken ihre Entscheidung nicht in den allseits beliebten Hamburger Hafen abzudrehen. „Die Besucher erwarten gar nicht, dass wir den Hafen zeigen, weil wir auch gar nicht damit werben. Wir sind die schmale Schnittstelle zwischen den üblichen Stadtrundfahrten und den Barkassenfahrten. Das zeigt sich auch bei unserer Tour.“

Und ausgefallen ist besonders die Strecke zu Wasser. Neben dem zweigrößten Sturmflut-Sperrwerk Deutschlands bekommen die Passagiere eines der letzten Süßwasserwattgebiete Hamburgs zu sehen. „Manch’ Hamburger kennt diesen Ort noch nicht “, sagt Franken stolz.

Über einen Besuchermangel brauchen sich die beiden Hanseaten nicht beklagen. Denn schon vor dem offiziellen Start quoll das E-Mail-Fach mit Buchungsanfragen über. „Wir haben uns bei unserer letzten Testfahrt dazu hinreißen lassen ins Hafenbecken zu fahren“ , erinnert sich Fred Franken. Zuschauer seien zwar erhofft gewesen, jedoch zückte einer der Schaulustigen das Handy und sandte das aufgenommene Video an die Redaktion der Bild-Zeitung, auf dessen Website es prompt landete. „Das war gut acht Wochen bevor wir offiziell unseren Betrieb aufnehmen wollten. Wir hatten noch nicht mal ein Buchungssystem für die Kartenreservierung fertig auf unserer Website integriert.“

Da konnte jedoch die Berliner Softwarefirma bookingkit GmbH Abhilfe schaffen. In Rekordzeit stellten sie ein einfach zu bedienendes Programm zur Verfügung. „Als das System freigeschaltet wurde, hatte wir innerhalb von fünfzehn Minuten mehrere hundert Reservierung“ ,sagt Franken. „Die Jungs von bookingkit dachten zuerst, wir würden lauter Testbuchungen machen.“

Bis heute hält der Ansturm an, gut vier Wochen im Voraus müssen bereits Plätze gebucht werden. Ein zweiter Bus ist bisher noch nicht in Planung, dafür tüfteln die beiden Gründer bereits an einer neuen Idee die Stadt zu erkunden. Aber die bleibt erstmal geheim.