Der Stifterverband plädiert gemeinsam mit den Hochschulen dafür, die Aktivitäten für eine nachhaltige Gründungsförderung zu einem größeren Anteil durch Grundfinanzierung abzusichern und in eine übergreifende Transfer- und Kooperationsstrategie einzubetten.“ So könnten Gründungsaktivitäten aus den Hochschulen nachhaltig vorangetrieben werden, um neue Arbeitsplätze und Innovationen zu schaffen.

Ein Erfolgsfaktor bei der Gründungsförderung ist die institutionelle Verankerung. In diesem Bereich haben sich viele Hochschulen stark verbessert. In einem Schwerpunkt des Gründungsradars sagt der Großteil der Hochschulen, die interne Vernetzung zwischen Lehre, Forschung und Beratung sowie die Kooperation mit externen Akteuren seien der Schlüssel für eine erfolgreiche Gründungskultur. Hinzu kommt ein konkreter Ansprechpartner in der Hochschulleitung für mehr Sichtbarkeit und Nachhaltigkeit sowie ein hohes Engagement der Professoren aus gründungsrelevanten Bereichen.

Rahmenbedingungen vereinfachen

Brigitte Zypries, Bundesministerin für Wirtschaft und Energie, resümiert: „Das Gründungsklima an deutschen Hochschulen hat sich in den letzten Jahren spürbar verbessert. Dazu hat nicht zuletzt das EXIST-Programm des BMWi einen wichtigen Beitrag geleistet. Das belegen auch die guten Platzierungen der EXIST-Hochschulen im Gründungsradar. Unsere Aufgabe besteht jetzt darin, mit unserer Förderpolitik stärker auch diejenigen Hochschulen zu erreichen, die in diesem Bereich noch nicht ausreichend aktiv sind.“

Um die Qualität und Quantität der Gründungsaktivitäten weiter zu steigern, empfehlen die befragten Hochschulen, mit der öffentlichen Förderung regionale Vernetzungen zu stärken, jeweilige Hochschulgrößen und -profile noch stärker zu berücksichtigen und EXIST-Anreizmaßnahmen beizubehalten. Darüber hinaus sollten die rechtlichen Rahmenbedingungen für Hochschulbeteiligungen an Gründungen vereinfacht werden.