Vergangenes Jahr gründete sie deshalb Mompreneurs. Das Motto „mit weniger mehr erreichen“ habe sie bewusst gefällt, sagt Eisenhardt. „Denn Mütter müssen Kinder und Unternehmen gemeinsam organisieren.“ Dafür müsse man sich auch überlegen, was Erfolg eigentlich bedeute, sagt sie: „Für Mütter ist eine Arbeit wichtig, bei dem sie flexibel bleiben können.“ Es müsse nicht immer alles in Dimensionen von Mark Zuckerburg verlaufen.

Die Treffen, die alle zwei bis vier Wochen stattfinden, dienen hauptsächlich zum Austausch. Zudem veröffentlicht Eisenhardt einmal in der Woche ein Porträt auf der Seite des Netzwerks: „Dort können Mütter sehen, wie andere Frauen Gründen und Mutter sein vereinbaren“, sagt Eisenhardt. Außerdem postet sie fast täglich auf der Facebook-Seite Links und Artikel, die von den Mitgliedern diskutiert werden. Sucht jemand einen neuen Webdesigner oder Hilfe bei einem Videodreh, kann er es dort posten.

Frauen wollen nicht zu Hause Hausfrau spielen

Mittlerweile gibt es Mompreneur-Treffen neben Berlin auch in 12 weiteren Städten. Darunter auch in Stuttgart, wo die Unternehmerin Olesja Becker, Gründerin des Onlineunternehmen Wenterior Design Group und dem Logistikunternehmen TZ Global Logistics, das Frauennetzwerk leitet. Sie ist in Stuttgart durch die Internetseite von Mompreneur auf die Berliner Initiative aufmerksam geworden und hat sich direkt angeschlossen: Um Eisenhardt zu unterstützten, ist Becker, die selbst eine fünfjährige Tochter hat, nun für Treffen in Stuttgart und Reutlingen zuständig.